Nachdem die Vogelgrippe auch in einer privaten Tierhaltung im Kanton St. Gallen aufgetreten ist, verordnete das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV am 25. November 2025 in Absprache mit den Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein entsprechende Schutzmassnahmen. Die Verordnung vom 26. November 2025 über Massnahmen zur Verhinderung der Weiterverbreitung der Aviären Influenza erklärt gleichsam der Schweiz das ganze Landesgebiet Liechtensteins zum Beobachtungsgebiet . Ziel der Massnahmen ist es, den Eintrag des Vogelgrippevirus in die Geflügelbestände zu verhindern.
chutz der Geflügelhaltungen in den Beobachtungsgebieten
Im Beobachtungsgebiet gelten besondere Schutz- und Hygienemassnahmen, um eine Weiterverbreitung des Virus zu verhindern. Geflügelhaltende mit 50 oder mehr Tieren müssen insbesondere sicherstellen, dass ihre Tiere keinen Kontakt zu Wildvögeln haben und die in der Verordnung festgelegten Biosicherheitsmassnahmen umsetzen. Dazu gehören etwa die getrennte Haltung von Hühnern, Enten, Gänsen und Laufvögeln sowie Zugangsbeschränkung und Hygienemassnahmen bei Stallarbeiten.
Für Geflügelmärkte und -ausstellungen sowie andere Ansammlungen von Geflügel gelten während der Geltungsdauer der Verordnung Einschränkungen. Diese Bestimmungen gelten für alle Geflügelhaltungen in der ganzen Schweiz, unabhängig von der Anzahl der Tiere. Die Beiträge für die Programme «Besonders tierfreundliche Haltung» und «Regelmässiger Auslauf im Freien» werden weiterhin gewährt, sofern alle geltenden Vorschriften eingehalten werden. Die Kennzeichnung «Freilandhaltung» darf weiterhin verwendet werden.
Wachsamkeit und Biosicherheit: Geflügelhalterinnen und -halter sind gefordert
Die Geflügelhalterinnen und -halter sind aufgefordert, ihre Tiere aufmerksam zu beobachten. Im Fall von Verdachtssymptomen, wie Atembeschwerden, Schwellungen im Kopfbereich, deutlicher Rückgang der Legeleistung, dünnen oder fehlenden Eischalen, Apathie oder erhöhter Sterblichkeit, müssen sie unverzüglich eine Tierärztin oder einen Tierarzt informieren. Bei Wasservögeln können die Krankheitsanzeichen weniger sichtbar sein, weshalb Wachsamkeit besonders wichtig ist.
Die konsequente Einhaltung der Biosicherheitsmassnahmen im ganzen Land bleibt der wirksamste Schutz gegen die Vogelgrippe. Alle Geflügelhaltenden – gewerbliche wie private – müssen ihre Tiere zudem beim Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen registrieren.
Tot aufgefundene Wildvögel nicht berühren
Die Bevölkerung wird gebeten, tote und kranke Wildvögel nicht zu berühren und solche Funde der Wildhut, der Polizei oder dem Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen zu melden.
Eine Übertragung des Vogelgrippevirus auf den Menschen ist sehr selten und wurde bisher nur in Einzelfällen nach engem, ungeschütztem Kontakt mit infiziertem Geflügel beobachtet. Geflügelprodukte wie Pouletfleisch und Eier können weiterhin ohne Bedenken konsumiert werden.
Weitere Informationen können den nachstehenden Links und Dokumenten entnommen werden.