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Amt für Auswärtige Angelegenheiten
24.07.2015

IHZE: Liechtenstein unterstützt Aktivitäten des IKRK

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) gehört zu den wichtigsten Partnerorganisationen Liechtensteins im Rahmen der Not- und Wiederaufbauhilfe. Liechtenstein unterstützt die Hilfsorganisation jährlich mit einem grösseren finanziellen Beitrag. Nebst einem Beitrag für den Hauptsitz der Organisation in Genf, für die Aktivitäten für Minenopfer und den Sonderfonds für Behinderte sowie für das Hilfsprogramm in der Ukraine werden im laufenden Jahr das Programm „Health Care in Danger“, die Regionaldelegation in Harare (Simbabwe), das Hilfsprogramm in Israel und den besetzten Territorien sowie das Hilfsprogramm in Jemen jeweils mit 100‘000 Franken unterstützt.

Gewalt gegen Verletzte und Kranke sowie gegen Gesundheits-Einrichtungen und -personal ist eines der drängendsten humanitären Probleme. Immer häufiger wird in Konflikten durch gewollte und unbeabsichtigte Angriffe dringend benötigte medizinische Hilfe verunmöglicht. Das Programm „Health Care in Danger“ zielt darauf ab, Angriffe auf Gesundheits-Einrichtungen zu verhindern sowie unrechtmässigen Behinderungen und Diskriminierungen bei Behandlungen entgegenzutreten. Zudem soll der Zugang von Waffenträgern zu medizinischer Infrastruktur verhindert werden.

Über die Regionaldelegation in Harare deckt das IKRK seine Arbeit in den fünf Staaten des südlichen Afrikas, Malawi, Mosambik, Namibia, Sambia und Simbabwe, ab. Das südliche Afrika ist immer wieder von Naturkatastrophen wie Überschwemmungen und Dürren betroffen. Die Aktivitäten des IKRK in der Region umfassen den Besuch und die Betreuung von Häftlingen, den Aufbau von Kapazitäten im Bereich der Minenräumung, die Unterstützung von Familien, die durch Konflikte getrennt wurden, sowie die Stärkung des Bewusstseins von Sicherheits- und Streitkräften für das humanitäre Völkerrecht und die Menschenrechte.

In Israel und den besetzten Territorien versucht das IKRK die Einhaltung des humanitären Völkerrechts sicherzustellen, insbesondere in Bezug auf die zivile Bevölkerung. Des Weiteren überwacht das IKRK die Haftbedingungen und die Behandlung von inhaftierten Personen sowohl auf palästinensischer wie auch auf israelischer Seite. Im Übrigen koordiniert das IKRK die Hilfseinsätze der lokalen Partnerorganisationen. Durch die militärischen Interventionen im Gazastreifen im letzten Jahr verschärfte sich der humanitäre Bedarf massiv.

Das IKRK ist seit 1962 in Jemen aktiv. Es reagiert auf die humanitären Konsequenzen von bewaffneten Konflikten und anderen Gewaltsituationen im Land. Aufgrund der militärischen Interventionen (durch Saudi-Arabien) verschlechterte sich die humanitäre Lage in Jemen im laufenden Jahr massiv. Anfang Juli rief die UNO die höchste humanitäre Notstufe (s.g. Level-3-Emergency) für Jemen aus.

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