EEA Grants
Durch den EWR-Finanzierungsmechanismus (EEA Grants) tragen die EWR/EFTA-Staaten Liechtenstein, Island und Norwegen finanziell zur Verringerung des wirtschaftlichen und sozialen Ungleichgewichts innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) bei.
Mit dem Mechanismus sollen die wirtschaftlich schwächeren EU-Mitgliedstaaten unterstützt und gleichzeitig die bilateralen Beziehungen gestärkt werden. Der Erfolg des EU-Binnenmarktes hängt von der erfolgreichen Beteiligung aller seiner Mitgliedstaaten ab. Dieses Ziel soll - ähnlich wie mit den Kohäsionsgeldern in der EU selbst - im EWR über den Finanzierungsmechanismus erreicht werden.
Das Blue Book bildet den strategischen Rahmen für den Einsatz der Mittel und legt drei zentrale Prioritäten fest:
• Europäischer Grüner Wandel
• Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte
• Soziale Inklusion und Resilienz
Während der Periode von 1. Mai 2021 bis 30. April 2028 wird den 15 Empfängerländern insgesamt ein Beitrag in der Höhe von EUR 1,8 Mrd. zur Verfügung gestellt. Dieser Beitrag beinhaltet EUR 100 Mio., die speziell Projekten mit Ukrainebezug gewidmet sind.
Der EWR-Finanzierungsmechanismus ermöglicht Partnerschaften zwischen Liechtensteinischen Einrichtungen und Institutionen in den Empfängerländern.
• Die Empfängerländer sind:
Bulgarien, Kroatien, Zypern, Tschechien, Estland, Griechenland, Ungarn, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien.
Der EWR-Finanzierungsmechanismus setzt sich aus verschiedenen Fonds zusammen:
• Programme
In den Programmen werden die inhaltlichen Schwerpunkte der EEA Grants beschrieben, in denen Fördermittel eingesetzt werden. Diese Programme bündeln die Projekte mit ähnlichen Zielen und sorgen dafür, dass die Mittel gezielt eingesetzt werden.
• Bilateraler Fonds
Im Rahmen des Bilateralen Fonds werden Initiativen zur Stärkung der bilateralen Beziehungen mit den Geberländern gefördert. Diese bilateralen Initiativen können durch die Teilnahme an Calls oder durch vordefinierte Projekte umgesetzt werden.
• Zivilgesellschaftsfonds
Der Zivilgesellschaftsfonds unterstützt zivilgesellschaftliche Organisationen in Europa mit dem Ziel, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte zu stärken. Er fördert aktives bürgerschaftliches Engagement und trägt dazu bei, soziale Ungleichheiten zu verringern und die Beteiligung an demokratischen Prozessen zu erhöhen.
Liechtenstein setzt bei der Implementierung und der Umsetzung von Projekten u.a. die folgenden Schwerpunkte:
• Bildung
• Kultur
• Digitale Innovation
• Forschung