Adventskalender

Unter dem Patronat des Amtes für Kultur wurden 24 Kunstschaffende eingeladen, jeweils eine Zahl zwischen 1 und 24 künstlerisch zu gestalten. Allabendlich wurde ab dem 1. Dezember 2025 jeweils eine weitere Zahl beleuchtet. Der Kunst-Adventskalender hat so zu einer weihnachtlichen Stimmung am Peter-Kaiser-Platz 2 in Vaduz beigetragen. 

Photocredit: Tatjana Schnalzger
Teilnehmende Künsterinnen und Künstler vor der Fassade des "Archiv- und Verwaltungsgebäudes", Photocredit: Tatjana Schnalzger
24 erleuchtete Fenster, Photocredit: Tatjana Schnalzger

Fenster 1: Evi Kunkel

Mein erster Gedanke zur Gestaltung des Fensters war "Stern von Bethlehem"
Er möchte die Adventszeit einleuchten! 
Die Welt hat sein Licht bitter nötig!
Möge der Stern Hoffnung und Zuversicht verkünden!

Geboren 1938 in Wien lebt und arbeitet in Liechtenstein.

Nach ihrer Ausbildung zur Photographin absolvierte sie die Meisterklasse
für Photographie an der Grafischen Lehr-u. Versuchsanstalt in Wien mit
Diplomabschluss.

1978 begann intensive Maltätigkeit
- Oel und Aquarell bei Kunstmaler Eugen Schüepp
- Aquarelltechnik durch Kunstmaler Josef Schädler
- Weiterbildung in Aquarelltechnik bei Prof. Wiesinger, Prof. Sargant, Prof. Mader
- Neben dem bevorzugten Aquarell gewann auch der zeichnerische Aspekt immer mehr Raum 
- Es folgte ein langjähriges Kursleiter-Engagement bei der Erwachsenenbildung Stein Egerta
Seit 1979 ist Evi Kunkel Mitglied der Malgruppe „Palette 10"

Ab 2007 Mitglied von visarte Liechtenstein - rege Ausstellungstätigkeit, im In-und Ausland

Evi Kunkel, "Winterbild" 2010/19, Aquarell auf Papier, 24x30 cm (Photocredit: Evi Kunkel)
Evi Kunkel, "Pfingstrosen", 2010/19, Aquarell auf Papier, 24x30 cm (Photocredit: Evi Kunkel)
Evi Kunkel, "Gamprinersee", 2010/19, Aquarell auf Papier, 24x30 cm (Photocredit: Evi Kunkel)
Evi Kunkel, "Bodensee", 2010/19, Aquarell auf Papier, 39x40 cm (Photocredit: Evi Kunkel)

Fenster 2: AKU-Team Archäologie

Wir – Esther, Kathrin, Martina, Nadja, Sarah und Ulrike, aus der Abteilung Archäologie – haben beim gemeinsamen Mittagessen beschlossen, ein Adventsfenster zu gestalten. Zwischen Bauüberwachung und Fundberichten wuchs die Sehnsucht nach einer kreativen Winteraktivität, die unsere Teamverbundenheit stärkt. Mit ausrangierten Klarsichthüllen, Schnellheftern und viel Fantasie tauchten wir ein in die Welt der Weihnachtsfreude. Unser Fenster spiegelt unsere Dynamik wider – verspielt, festlich und mit einem liebevollen Augenzwinkern aus dem archäologischen Liechtenstein. Der stolze Hirsch aus Balzers (eine von neun in der Eisenzeit am Gutenberg deponierten Votivfiguren) erhebt sich in warmen, leuchtenden Farben. Sein Glanz durchbricht die frostige Kulisse und verwandelt die winterliche Kälte in ein Spiel aus Licht und Farbe.


Fenster 3: Andreas Oesch

Meine Kunst umfasst Emotionen und Gefühle, die in eine instinktive und intuitive Geste übersetzt werden.
In meinen Werken verschmelzen verschiedene Elemente. Es sind Werke mit wirbelnden Formen und lebendigen Farben, die miteinander zu tanzen scheinen, Stimmungen, die erst auf den zweiten Blick erkennbar sind. Insgesamt laden meine Werke die Betrachter dazu ein, eigene einzigartige Geschichten zu erschaffen und persönliche Emotionen und Erfahrungen in die Werke einfliessen zu lassen. Jedes Bild wird so zu einem persönlichen Spiegel, der die Vielschichtigkeit des menschlichen Lebens und der menschlichen Seele reflektiert.

Hinter dem dritten Fenster verbirgt sich ein eine rote Christbaumkugel und bildet den leuchtenden Mittelpunkt – Symbol für Wärme und Geborgenheit. Um sie herum schweben Fragmente gelber Sterne, wie flüchtige Lichtmomente. Zart angedeutetes Tannengrün rahmt das Bild und verleiht ihm eine natürliche Tiefe.

Andreas Oesch, *1956, geboren in Basel (Schweiz)

Lehrerausbildung, Medienpädagoge tätig in Liechtenstein
diverse Aus- und Weiterbildungen in Theater
und Kunst, Kunstmaler mit Ateliers in Brione sopra Minusio (TI) und Buchs.

Mitglied im Berufsverband der bildenden KünstlerInnen - visarte Liechtenstein

Andreas Oesch, "Verzasca 137", 2021, Mixed Media, 45x45x5 cm (Photocredit: Andreas Oesch)
Andreas Oesch, "Tetraptychon 6", 2025, Mixed Media, 4 mal 45x45x5 cm (Photocredit: Andreas Oesch)
Andreas Oesch, "Klima 2022", 2024, Mixed Media, 45x45x5 cm (Photocredit: Andreas Oesch)
Andreas Oesch, "Golden Mind", 2024, Mixed Media, 120x80 cm (Photocredit: Andreas Oesch)

Fenster 4: Adam Glinski

In „Alpha“-bis-„Omega“ noch „g-e-b-r-o-c-h-e-n“, schon „g-A-n-Z“

Im 4-ten Fenster des Advents-Kalenders erinnert sich Adam Glinski daran, dass die Christen in der Weihnachtszeit nicht nur das erste (> „A“) und das letzte (>„Z“) Kommen Jesu auf die irdische Welt feiern, sondern sich zugleich auch an den Tod und an die Auferstehung des GOTTmenschlichen eiKINDES erinnern.

Adam Glinski,

 

* 1943,

verheiratet mit Christine Glinski,

lebt in Liechtenstein.

 

- Bis 2000 berufstätig als katholischer Theologe

- Weiterbildung in Kunst und Literatur 

- Bildender Künstler, Mitglied von Visarte Liechtenstein

- Zahlreiche Ausstellungen im Ausland und in Liechtenstein

- Veröffentlichung von literarischen Texten (Gedichte, Prosa).

 

Oft gemeinsame literarisch-fotografische Zusammenarbeit und Ausstellungen mit Christine Glinski.

Adam Glinski, "A-Z-GESwister", 2027-10, Acryl, Tusche auf Leinwand (Photocredit: Adam Glinski)
Adam Glinski, "AG-Textase", 2013 (Photocredit: Adam Glinski)
Adam Glinski, "A-Z-textase", Acryl, Tusche auf Packkarton (Photocredit: Adam Glinski)

Fenster 5: Patrik Birrer

"Die 5te Jahreszeit kommt bestimmt, aber vorher feiert auch der Basler Waggis noch Weihnachten!"


Fenster 6: Özlem Montoya

«inner awakening»
Dieses Werk fühlt sich an wie ein innerer Aufbruch. 
Die gespachtelten Schichten tragen Spuren von Bewegung, Zweifeln, Mut – alles sichtbar, alles fühlbar. Warme Töne legen sich wie ein sanfter Atem über die Fläche, während Goldblättchen aufleuchten wie kleine Hoffnungsmomente.
Im Zentrum zieht sich eine rote, dynamische Linie durch die Komposition – sie formt die Zahl 6, Sinnbild für Harmonie, Fürsorge und die tiefe Kraft des Herzens. Dieses Rot wirkt wie ein pulsierender Lebensfaden, der verbindet und den Blick immer wieder zu sich zurückzieht. Die Texturen erzählen von innerem Gleichgewicht und der Sehnsucht nach Geborgenheit. So wird das Bild zu einem emotionalen Raum, in dem Energie, Wärme und innere Wahrheit miteinander verschmelzen.

Geboren in Bludenz im Westen Österreichs und getragen von Wurzeln in Griechenland und 
der Türkei, trage ich verschiedene Kulturen in meinem Herzen. 
Heute lebe und arbeite ich im wunderschönen Liechtenstein, wo Berge, Licht und Ruhe 
meiner Kunst einen neuen Atem schenken. 
Unsere bunte Patchwork-Familie mit sechs Menschen ist mein lebendiges Zuhause –
chaotisch, warm, liebevoll und voller kleiner Momente, die mich immer wieder daran 
erinnern, warum ich kreiere.
Begegnungen, Reisen und die Schönheiten des Alltags nähren meine Kreativität. Und oft 
entsteht ein ganzer Abend voller Inspiration, wenn Jazz leise spielt, ein Glas Rotwein auf dem Tisch steht und meine Familie um mich herum ihr eigenes kleines Orchester des Lebens bildet. Dann fühle ich mich verbunden – mit ihnen, mit mir und mit dem, was entstehen will.
Kunst ist für mich ein Gespräch mit der Welt. 
Ein leises, ein ehrliches. Ein Dialog, in dem ich mich selbst und andere spüre.

Özlem Montoya, "Bridge", Acryl auf Leinwand, 60x80 cm (Photocredit: Özlem Montoya)
Özlem Montoya, "Golden Eyes", Acryl auf Leinwand, 70x100 cm (Photocredit: Özlem Montoya)
Özlem Montoya, "Indecision", Acryl auf Leinwand, 100x120 cm (Photocredit: Özlem Montoya)
Özlem Montoya, "Ember Ocean", Acryl auf Leinwand, 70x100 cm (Photocredit: Özlem Montoya)

Fenster 7: AKU-Team Landesarchiv

Die Geburtsurkunde des Fürstentums Liechtensteins.

Kaiser Karl V. vereinigte mit dieser Urkunde vom 23. Januar 1719 die Grafschaft Vaduz und die Herrschaft Schellenberg zum Fürstentum Liechtenstein und erhob die Fürsten von Liechtenstein in den Reichsfürstenstand. 
Das Faksimile dieser Urkunde wurde von der Frank P. van Eck Verlagsanstalt, Triesen, 1998 herausgegeben und befindet sich im Landesarchiv (Sig. U 98).


Fenster 8: Joy Walser

Mein Adventsfenster zeigt eine Katze in der Erscheinung der Maria – eine kleine Hommage an den Marienfeiertag des 8. Dezembers. Die Katze steht stellvertretend für all unsere Haustiere, die uns mit ihrer bedingungslosen Liebe, ihrem Vertrauen und ihrer Nähe bereichern. Für viele Menschen sind sie eine Quelle von Trost, Freude und tiefer Verbundenheit.

Anstelle des traditionellen Herzens in Darstellungen dieser Art habe ich bewusst die Acht gewählt: Sie symbolisiert die Unendlichkeit und erinnert daran, wie grenzenlos die Liebe sein kann, die Tiere uns schenken – und die wir ihnen zurückgeben.


Fenster 9: Heinz P. Nitzsche

Die Zahl Neun steht im christlichen Sinn für die Vollendung kurz vor der Erfüllung – ein Moment des Wartens und der Sammlung. Im Adventskalender verweist sie auf das Nahe, noch nicht Erreichte, auf das kommende Licht. Umgeben von dieser Bedeutung formiert sich eine Gruppe von Figuren zu einer Gemeinschaft des Wartens, getragen von einer geteilten Hoffnung.

Das Blau, das sie verbindet, steht für das Geistige und Himmlische, für Glaube, Treue und Sehnsucht. Jede Figur trägt einen goldenen Kern – ein Sinnbild des göttlichen Funkens im Menschen, des inneren Lichts, das in jedem wohnt.   Die Anordnung der Figuren um die Zahl bildet einen Kreis, ein Zeichen von  Zusammengehörigkeit und Gleichwertigkeit. So entsteht ein Bild, das die Erwartung, das gemeinschaftliche Erleben und das göttliche Licht im Menschen vereint – ein stilles Symbol adventlicher Hoffnung.

Geboren ist der Liechtensteiner Künstler Heinz P. Nitzsche 1954 in Grabs (SG), aufgewachsen in Vaduz. Als ausgebildeter Architekt arbeitete er in der Schweiz und Liechtenstein. Seit 2015 
richtetet sich der Fokus seines Schaffens auf die Tätigkeit als freischaffender Künstler mit 
Schwerpunkt Bildhauerei, Malerei und Installationskunst.

Heinz P. Nitzsche zeigt seine Arbeiten in Galerien und Ausstellungen in Liechtenstein, der Schweiz, Österreich und Deutschland.
Zu den bedeutendsten Stationen seines Werdegangs gehören 2021 die Platzierung der Skulptur «Consilium», als Denkmal zum 100-jährigen Bestehen der Verfassung des Fürstentums Liechtenstein. Sowie 2024, der Auftrag der Grossskulptur «Wir» für die Gemeinde Vaduz, als auch die Teilnahme an der 9. Schweizerischen Triennale der Skulptur in Bad Ragaz.

Heinz P. Nitzsche, "Consilium", 2019, Beton, 70x70x32 cm (Edition 1+1AP) (Photocredit: Heinz P. Nitzsche)
Heinz P. Nitzsche, "Arca", 2023, Beton/Eiche, 93x30x37 cm, Unikat (Photocredit: Heinz P. Nitzsche)
Heinz P. Nitzsche, "Zusammen", 2024, Bronze, 33x36x63 cm (Edition 3) (Photocredit: Heinz P. Nitzsche)
Heinz P. Nitzsche, "Wir" Menschengruppe Vaduz, 2024, Bronze, 274x148x157 cm (Photocredit: Oliver Ospelt)

Fenster 10: Dagmar Frick-Islitzer

Der Advent ist für viele Menschen eine der hektischsten Zeiten. Er ist aber auch eine Zeit des Wartens und Erwartens. Eine Zeit, sich persönlich Raum zu schaffen, einander Zuneigung zu schenken. Eine Zeit, sich zu besinnen und sich einzustimmen auf das bevorstehende Fest. Die kurzen Tage und dunklen Abende des Dezembers lassen auf Weihnachten, auf Ruhe und Frieden hoffen. Das Helle in diesem Adventsfenster, das aus einer in vielen Schichten bemalten und mit der Zahl 10 ausgeschnittenen Kunststofffolie besteht, schimmert schon durch und vermag das Schwarze schon an manchen Stellen zu verdrängen. Advent kommt vom lateinischen Begriff adventus, was Ankunft bedeutet, denn im christlichen Glauben feiern wir die Geburt Jesu.

Diese besondere Jahreszeit lädt uns ein, kleine Momente der Stille zu suchen und sie bewusst zu leben: Ein Spaziergang in der klaren Winterluft. Das Dekorieren mit Sternen und Lametta. Das gemütliche Lesen im Lieblingssessel bei einer Tasse Tee. Auch Kirchenräume sind prädestiniert zur inneren Einkehr. Diese künstlerisch gestalteten Adventsfenster wollen Besucher:innen während der 24 Tage bis Weihnachten visuell-ästhetisch begleiten und ihnen die Möglichkeit zur kunstvollen Betrachtung geben.

Dagmar Frick-Islitzer (*1964) weist künstlerische, wirtschaftliche und pädagogische Ausbildungen auf. Sie studierte Malerei an der Kunstakademie Bellas Artes in Madrid und lebte anschliessend freischaffend in Wien. Parallel zur Kunst arbeitete sie über zwanzig Jahre in Industrieunternehmen und im TAK Theater Liechtenstein. Seit ihrer Selbständigkeit im Jahr 2009 verfolgt sie ihr künstlerisches Schaffen mit hoher Priorität.

Sie schreibt, malt, collagiert und druckt auf Papier, Stoff und Kunststofffolie. Sie experimentiert gerne mit neuen Materialien und Techniken im zwei- und dreidimensionalen Raum. Mal grossformatig, mal kleinteilig, meist mehrschichtig und transluzent lotet sie Werkstoffe, Inhalt und Ästhetik aus. Die Künstlerin spielt mit den künstlerischen Strategien der Verfremdung, Verdichtung, Vervielfachung und Verschränkung. Bei ihren Werken auf Kunststofffolie legt Dagmar Frick-Islitzer besonderes Augenmerk auf das Zusammenspiel von Licht, Farbe und Transparenz.

 

Dagmar Frick-Islitzer, "Vielfalt", 2014, Collage aus Kunstkarten, ausgeschnitten und geklebt, 60x60 cm (Photocredit: Dagmar Frick-Islitzer)
Dagmar Frick-Islitzer, "Todesgedicht", 2024, Sand aufgeklebt auf Solarpanel, 150x99 cm (Photocredit: Dagmar Frick-Islitzer)
Dagmar Frick-Islitzer, "Drapiertes Glück", 2018, Installation aus Kunststofffolie bemalt (Photocredit: Dagmar Frick-Islitzer)
Dagmar Frick-Islitzer, "Madonna mit Kind", 2015, Siebdruck auf Collage aus Kunstkarten, ausgeschnitten und geklebt, 36x24 cm (Photocredit: Dagmer Frick-Islitzer)

Fenster 11: Ingrid Delacher

Für das Türchen Nummer 11 hab ich mich entschieden einen Rehbock abzubilden. Der Rehbock begleitet mich seit einem Jahr künstlerisch. Ich hab ihn auf verschiedene Arten in Form von Drucken Holz- und Linolschnitt festgehalten. Dieses Jahr tauchte er bereits in der Wartehausgalerie als Holzschnittcollage in Schaanwald zu Thema Wildnis auf.

In der Weihnachtszeit verbinden wir Rehe, Rehböcke und Wild mit Winter, Kälte, Schnee, Ruhe, Überleben im Winter und Weihnachtsgeschichten. Aber sie stehen auch für Frieden Harmonie und Familie. Deshalb hab ich mich entschieden den Kopf des Rehbocks formatfüllend mit der 11 und einem Stern mit nachtblauem Hintergrund hinter Glas in Acryl zu malen.

geboren am 7.1.1972, in Hall in Tirol
-
1992 bis 1994 Fotodesignausbildung am Istituto Europeo di Design
- seit1999 selbständige Fotografin und Künstlerin in Vorarlberg und Liechtenstein
- 2013 bis 2015 Ausbildung zur Journalistin an der freien Journalistenschule Berlin
- Diplomstudium an der Tiroler Kunstakademie seit 2021, Abschluss mit Diplomarbeit 2025

- 2000 bis 2003 Lehrtätigkeit an der liechtensteinische Fachhochschule für Architektur (Fotografie)
- 2001 Filmausbildung an der New York Filmacademy
- von 2001 bis 2017 Fotokurse an der Stein Egerta in Schaan
- 2002 Fotoausstellung im Pfrundhaus Eschen
- 2003 Filmpremiere des Erstlings-Kurzfilm Emotiv im Takino Schaan
- 2004 Fotoausstellung im Pfrundhaus Eschen
- 2008 ArtDesign Feldkirch
- 2008 BBKL-Labor im Kunstraum Engländerbau
- 2011 Gemeinschaftsausstellung Liechtensteiner Künstler*innen und Künstler*innen aus Monaco in Monaco
- 2012 Gemeinschaftsausstellung Kunstraum Engländerbau Vaduz
- 2015 Triennale des BBKL Liechtenstein
- 2017 Gemeinschaftsausstellung in der Domusgalerie Schaan mit Evelyne Bermann und Dagmar Frick-Islitzer
- 2018, 2021 und 2024 Triennale von Visarte Liechtenstein
- 2023 Projekt Uferwechsel“ 100 Sandtafeln und Videoinstallation auf der alten Rheinbrücke Vaduz zu 100 Jahre Zollvertrag Liechtenstein-Schweiz, das Projekt wurde mit der Künstlerin Daniela Kneer-Heinz realisiert r das Amt für Kultur der Liechtensteinischen Landesregierung. 
- Drucksymposium Amstetten mit zwei Ausstellungen zum Thema Wasser

Ingrid Delacher, "Wildnis", Holzschnitt kombiniert mit Linolschnitt (Photocredit: Ingrid Delacher)
Ingrid Delacher, "Morgentau-Serie", Holzschnitt aus verlorener Form (Photocredit: Ingrid Delacher)
Ingrid Delacher, "Flow", 3er Serie (Photocredit: Ingrid Delacher)
Ingrid Delacher, "Uferwechsel", 2023, 100 Tafeln mit Rheinsand gefüllt (Photocredit: Ingrid Delacher)

Fenster 12: Vlado Franjevic

Wir senden einen hellen und warmen Gruss nach Liechtenstein und alle Vorbeilaufenden und Stehengebliebenen die, die bunten und leuchtenden Fenster hoffentlich bewundern.

Für den Background der Gestaltung meines Beitrags benutzte ich eine Drohnenfotoaufnahme des Zentrums meines Geburtsdorfes in Kroatien. Der Autor dieses Foto ist mein guter Freund, ein bekannter lokale Fotograf Davor Kirin. Die Nummer „12“ stellen die kleinen verspielten Fenstern im Fenster dar -  Abbildungen des Blumenscharrs aus dem Garten meiner Gattin Rajka Poljak. Blumen sind hier die Sternensymbole. Kleines Dorf in Kroatien (mit ca. 40 Menschenseelen) erstrahlt vom Vaduzer Dezember. Licht darf ein Symbol unserer Verbundenheit sein und mögliche Aktivirung eines, von Vaduz entfernten, kleinen, grünen, ruhigen, stillen, vertreumten Ortes wo zwei international erfahrenen und anerkannten Künstlerseelen, kerzendochtmässig, niederbrennen.

Vlado Franjević, Ruggeller Bürger, ist ein interdisziplinärer Kunstschaffender und bilingualer Autor kroatischer Herkunft, der bevor er 1993 nach Liechtenstein kam, vier Jahren lang in der Schweiz lebte. Er wurde 1963 in Martinac (Čazma) Kroatien geboren wo er seit Ende 2022 wieder wohnhaft ist. In Kroatien schloss er 1985 die Schule für angewandte Kunst (Malerei) in Zagreb ab. In Liechtenstein war er lange Im Landesmuseum tätig.

Franjevićs Arbeit verbindet Malerei, Lyrik und Multimediakunst und vereint traditionelle archaische Kraft mit den Möglichkeiten digitaler Systeme. Er hat an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen sowie Symposien in Europa, Asien (China, Indien, Indonesien, Kirgizstan, Nepal, Südkorea) Jordanien, Ägypten, Mauritius, VAE und den USA teilgenommen. Für sein Kunstschaffen erhielt er das Werkjahr des Kulturbeirats der Fürstlichen Regierung Liechtenstein.

Sein bekanntestes Werk ist das internationale, interdisziplinäre Work-in-Progress-Projekt "Spiralkanäle" (Spiral Channels Project), das in zehn europäischen Ländern realisiert wurde. In seinem Geburtsdorf entwickelt er seit seiner Rückkehr den „Outdoor Art Polygon - Friedhof vergangener und gescheiterter Projekte“. Seine Werke befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen.

Vlado Franjevic, "Future Face 1", 2025, Acryl auf Leinwand, 60x50 cm (Photocredit: Valdo Franjevic)
Vlado Franjevic, "Geburt einer neuen Sonne", 2024, Acryl auf Leinwand, 29,5x20 cm (Photocredit: Valdo Franjevic)
Vlado Franjevic, "Future Face 2", 2025, Acryl auf Leinwand, 60x50 cm (Photocredit: Valdo Franjevic)
Vlado Franjevic, "Eitle Schönheit", 2024, Acryl auf Leinwand, 29,5x20 cm (Photocredit: Valdo Franjevic)

Fenster 13: Toni Ochsner

Einen Weihnachtstern trägt jeder in seinem Herzen. Jetzt ist die Zeit, um diesen zu aktivieren, um Glück und Liebe mit seinen Mitmenschen zu teilen.

1951 in Einsiedeln geboren
Bürger von Einsiedeln und Ruggell
seit 1979 freischaffender Architekt, Künstler, Illustrator, Cartoonist
Ausbildung zum Hochbauzeichner und Architekten, autodidaktische Ausbildung und individuelle Kurse im Zeichnen, Malen, Glasmalen und Formen in diversen Materialien 

- diverse Tätigkeiten als Kurator, Jurymitglied, Ausstellungsgestalter

- 2024: Triennale Liechtenstsein 
- 2021: 100 Jahre Zollfrei Schweiz-Liechtenstein, Gasometer Triesen / Triennale Liechtenstein 
- 2020: Solidaridät / Kulturkanal Liechtenstein
- 2019: Bern in Liechtenstein in Bern
- 2002/03: Contemporain "2", Musée suisse du Vitrail, Romont / Lumières du monde - Panorama international du Vitrail contemporain, centre international du Vitrail, Chartres 

Toni Ochsner, "Anno", 2020, Acryl auf Leinwand, 120x150 cm (Photocredit: Toni Ochsner)
Ochsner Toni, "Echo", 2022, Acryl auf Leinwand, 200x300 cm (Photocredit: Toni Ochsner)
Toni Ochsner, "Bobo (Botschafter)", Persiflage zu Nana (Schutzengel) Styropor, Gips, Acryl, Solarpanel, etc. 300x200x50 cm (Photocredit: Toni Ochsner)
Ochsner Toni, "Fliegende, horizontale und vertikale Intuition", 2021, Holzscheit Acryl lasiert, Acrylund Spachtelmasse auf Leinwand, Dreiteilig (Photocredit: Toni Ochsner)

Fenster 14: Jadwiga Falk-Ley

Der Weihnachts-Engel

Sinnbild für Hoffnung, Neubeginn und einen Schutz, der leise trägt. Der Engel, als Bote an Weihnachten. Er steht für Hoffnung, Schutz und einen neuen Anfang. Er ist zudem Symbol für Ruhe und Licht – Werte die in der dunkleren Jahreszeit und der Weihnachtszeit als Fest der Einkehr, besonders bedeutungsvoll sind.
Der Engel hier als Bote, auf dem Rad stehend, das für Ganzheit, Wiederkehr und die stillen Zyklen des Lebens steht. Gerade zum Jahresende soll das Bild daran erinnern, einen Blick zurückzuwerfen und das Gewesene in Ruhe zu ordnen. Das kräftige Grün setzt einen hoffnungsvollen Akzent und wirkt als ruhiger Lichtblick. Das
Bild lädt zudem ein, das eigene Jahr bewusst zu reflektieren.

Jadwiga Falk-Ley, 1930*
In Seefeld (Bayern) geboren, verbringt sie ihre ersten Jahre in Dresden und erlebt hautnah die Wirren des 2. Weltkriegs. Ab 1949 studiert sie an der Hochschule für bildende Künste in Berlin – u. a. Kunstschmiede, Handweberei, Mode und Malerei.  Nach dem Studium zieht sie nach Altea/Spanien und richtet ihren künstlerischen Schwerpunkt
zunehmend auf die Malerei.
Seit 1960 lebt und arbeitet sie in Liechtenstein. Nach ihrer Familiengründung kehrt sie erst in
den frühen 1980er Jahren zur Malerei zurück. Von nun an sind Farben und Formen, gezeichnete und gemalte Collagen ihre bevorzugte Ausdrucksweise. Seit 1989 entsteht unter anderem mit Bezug zur angewandten Kunst eine Serie von vollflächig bemalten Gänseeiern. Dabei handelt es sich um eigenständige skulpturale Gebilde.
Mehrere Ausstellungsangebote lehnt sie ab – der Zeitpunkt, ihr Werk einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen, erscheint ihr verfrüht. Erst 1997 realisiert sie ihre erste Ausstellung mit 53 Werken im Pfrundhaus Eschen in Liechtenstein. Eine weitere Ausstellung mit 63 neueren Arbeiten und grösseren Formaten findet 2015 in Berlin statt.
Ihr Werk greift zeitgenössische, gesellschaftliche und naturbezogene Themen auf und verwandelt sie – trotz ihres fortgeschrittenen Alters – mit der Kraft von Farben und Formen in eine zeitlose Bildsprache. Viele ihrer Arbeiten sind heute in privaten Sammlungen.

Jadwiga Falk-Ley, "Die Voraussage", 2021, Collage Mischtechnik, 95x68,5 cm (Photocredit: Jadwiga Falk-Ley)
Jadwiga Falk-Ley, "Mein Geburtstag", 2021, Collage Mischtechnik, 63,5x58,5 cm (Photocredit: Jadwiga Falk-Ley)
Jadwiga Falk-Ley, "Unter Verschluss", 2021, Collage Mischtechnik, 98x68 cm (Photocredit: Jadwiga Falk-Ley)
Jadwiga Falk-Ley, "Teufels Entscheidung", 2021, Collage Mischtechnik, 84x63,5 cm (Photocredit: Jadwiga Falk-Ley)

Fenster 15: René Hasler

"Sternilewerfer" verbinde ich seit meiner Kindheit mit Weihnachten. Sie hingen bei uns am Baum und ihr Abbrenen war mit grossem Staunen verbunden. 
Im dunkeln Raum, erhellt durch das Glitzern und Sprühen der Wunderkerzen verbreitet sich eine mystische Stimmung. So liegt es nahe, ein Thema umzusetzen, das in meinen Weihnachtszeit-Erinnerungen geblieben ist.
Für das Werk lege ich mittels Graphik Programm GIMP zwei Fotos auf einen schwarzen Hintergrund. Als Erstes das Foto des hochkonzentrierten Lichtmalers. Zweitens das langzeitbelichtete Foto der geführten Wunderkerzen in der Zahl 15. 

René Hasler, Jahrgang 1961
Kulturschaffender mit Kunstschaffen als Hobby, dies in unterschiedlichen Bereichen wie Objektkunst, Bronzeguss, Kettensägen, abstrakte Malerei und Videoinstallation. 

Erste Ausstellungsteilnahme 1987 an der Gruppenausstellung "Rheinzeichen" auf der alten Rheinbrücke in Vaduz. 
Ich geniesse den Prozess des Kreativseins, den mentalen Zustand, in dem man völlig fokussiert ins Schöpferische vertieft ist. Eine Idee, die sich formt und die Suche nach Materialien, Farben und neuen Kombinationen. 

René Hasler, «Demokratiespalter» 2023, - Symbolisiert durch die Doppelaxt. Der gesellschaftliche Zusammenhalt in der Demokratien wird untergraben, Populismus, Extremismus und Desinformation schüren Ängste, spalten die Gesellschaft und es schwindet das Vertrauen in die demokratische Institutionen. (Photocredit: René Hasler)
René Hasler, „Ranschats“, 2022, Acryl auf Leinwand, Fundstücke - Inspiriert durch das Dialektwort Ranscha. Ranschen – Reiben/ Rutschen (Photocredit: René Hasler)
René Hasler, «Bis ans Ende der Welt» 2024, Installation (Photocredit: René Hasler)
René Hasler, Auszeit, 2023, Bronze, teilweise vergoldet, Holzplatte mit Rasenteppich - Motiv «Auszeit» stellt einen Treuhänder im Burnout dar. (Photocredit: René Hasler)

Fenster 16: Monique Jäggi

Mit Freude habe ich mich auf die Farben gestürzt und ein bunt fröhlich leuchtendes Mosaik kreiert.


Fenster 17: Jaara Schocher

Beim Motiv selbst entfaltet sich eine reich ornamentale Welt aus geschwungenen Schnörkeln und stilisierten «Sternenleutchen». Diese Sternenfiguren fungieren symbolisch als Lichtverteiler: Sie nehmen das einstrahlende Licht auf und geben es nach aussen in alle Richtungen wieder ab. So verschenken sie ein warmes Licht an jeden Betrachter, passend zur Zeit der Wärme und des gegenseitigen Schenkens.

Die Farbpalette besteht sowohl aus warmen Gelb- und Rottönen, als auch aus tiefen Grüntönen, welche die adventliche Stimmung und Symbolik noch weiter verstärken. So verbindet das Werk festliche Symbolik mit einem spielerischen, beinahe, märchenhaften Ornamentstil, welcher an Barocke Elemente oder Elemente aus dem Jugendstil erinnern und dabei dem Werk eine Festliche Stimmung verleiht.

geboren am 13. September 2006 

2025 Matura im Zweig Kunst, Musik, Pädagogik. Anschliessend entschied ich mich, meine gestalterischen und künstlerischen Interessen zu vertiefen und besuche derzeit den Gestalterischen Vorkurs an der Kunstschule Liechtenstein.

- seit 2013 Mitglied im Pfadfinderverein Mauren
- seit 2025 Rolle als Pfadfinderleiterin - seit 2013 ausüben des Musikinstruments Geige  
- zusätzlich widme ich mich künstlerischen Tätigkeiten, die ich sowohl in meiner Freizeit als auch im Rahmen meiner Ausbildung stetig weiterentwickle.

Für meine Zukunft plane ich ein Studium an der Hochschule Luzern (HSLU) im Bereich Kunst. Besonders interessieren mich dabei die Studienrichtungen Illustration sowie Kunst & Vermittlung. Ich möchte meine gestalterischen Fähigkeiten weiter vertiefen und gleichzeitig lernen, wie ich Kunst in unterschiedlichen Kontexten weitergeben bzw. vermitteln und für andere Menschen zugänglich machen kann.

Jaara Schocher (Photocredit: Jaara Schocher)
Jaara Schocher (Photocredit: Jaara Schocher)
Jaara Schocher (Photocredit: Jaara Schocher)
Jaara Schocher (Photocredit: Jaara Schocher)

Fenster 18: Lukas Zerbst

Ein gutes Stück Flensen ist ein Relikt – ein Ausschnitt, eingefasst hinter Plexiglas, aufbewahrt wie eine Laborprobe. Ursprünglich Teil der Werkgruppe Müder Garten, einer Installation über Erschöpfung, Stress und das Scheitern von Produktivität, war sie einst eine sechs Meter große Skulptur im Gräsergarten der Akademie der Künste Berlin. Später brachte Lukas Zerbst sie auf den Wochenmarkt in Bremerhaven, wo er sie zwischen Marktständen mit Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch als Grundnahrungsmittel verkaufte. Auf Zuruf zerschnitt er das Werk, wog es und etikettierte es mit dem jeweiligen Kilopreis. Die orangefarbenen Preisschilder wurden fester Bestandteil der Arbeit.

Die grau-rote Oberfläche zeigt keine Malerei, sondern eine vielschichtige Textur aus Materialspuren, Staub und Zeit. Flensen verhandelt die fragile Grenze zwischen Preis und Wert, zwischen Werk und Ware. Für den Kunst-Adventskalender erscheint eine Fotomontage: Das Preisetikett zeigt „18,00“ – zugleich universelles Preisschild und Zahl des Kalendertags.

Lukas Zerbst (*1988, Bydgoszcz/PL) ist bildender Künstler, Filmemacher und Performer. Er studierte Freie Kunst an der Hochschule für Künste Bremen bei Jean-François Guiton, 2016 an der Vietnam University of Fine Arts (Erasmus), 2018 Diplom mit Auszeichnung, 2019 Meisterschüler bei Jenny Kropp (FORT) und Guiton.

Zerbst arbeitet orts- und raumspezifisch: Seine Eingriffe in Architektur, Infrastruktur und Alltagsobjekte verwandeln Besucher:innen in Mitspieler:innen und legen Macht-, Nutzungs- und Erinnerungsschichten von Räumen frei.

Einzelausstellungen u. a.: Szenenwechsel, Landesvertretung Niedersachsen, Berlin (2025); GIGS, Kreuzberg Pavillon, Berlin (2024); LIFT, Müseumli Buchs/CH (2024). Gruppenausstellungen: New Technology Art Award, Zebrastraat, Gent/BE (2025); Brücke Museum & Kunsthaus Dahlem, Berlin (2025).

Ausgezeichnet u. a. mit dem Bremer Förderpreis für Bildende Kunst, dem GWK-Förderpreis Kunst und der Villa Serpentara der Akademie der Künste Berlin. Zerbst lebt und arbeitet in Hannover und Liechtenstein.

Lukas Zerbst, "Flensen", 2024, Performance / Situative Intervention (Photocredit: Lukas Zerbst)
Lukas Zerbst, "Follow me Blindly", 2025, Interaktive Maschine / Performative Apparatur (Photocredit: Lukas Zerbst)
Lukas Zerbst, "Sprungturm", 2025, Intallation - Stahl, Stoffüberzug, Schaumstoff, Betonfundament (Photocredit: Lukas Zerbst)
Lukas Zerbst, "Lift", 2024, Installation, Motorisierter Lastenrkan, 100 handgenähte Plüschhanteln, Stahlseile, Steuerungssystem (Photocredit: Lukas Zerbst)

Fenster 19: Demet Oesch-Akbay

Die grosse 19 steht im Zentrum – und darauf sitzen zwei himmlische Figuren: Ein Engel mit blauen Flügeln und goldenem Heiligenschein ruht friedlich auf der „1“, die Hände zum Gebet gefaltet. Auf der „9“ sitzt ein fröhlicher Elf mit roten Wangen, der ein Geschenk in den Händen hält – bereit, Freude zu verbreiten.
Über ihnen fliegt der Weihnachtsmann in seinem Schlitten, gezogen von einem Rentier, durch einen Himmel voller funkelnder Sterne und Schneeflocken. Rundherum tanzen bunte Kugeln, leuchten kleine Geschenke und ein Zuckerstab lehnt verspielt an der Zahl – alles in warmen, festlichen Farben.
Das Bild erzählt eine Geschichte von Vorfreude, Magie und Gemeinschaft – als würde sich am 19. Dezember ein kleines Wunder öffnen.

Demet Oesch-Akbay, wohnhaft in Sevelen (SG)

-1997 - 2001 Bachelor of Art

Heute tätig als bildende Künstlerin mit diversen Ausstellungen im In- und Ausland.

Mitglied im Berufsverband der bildenden KünstlerInnen - visarte Liechtenstein 

Demet Oesch-Akbay, "Genesis Tag 5: Vögel und Fische", 2025, Öl auf Leinwand, 140x100 cm (Photocredit: Demet Oesch-Akbay)
Demet Oesch-Akbay, "4 Elemente: Wasser", 2025, Alkohol Ink auf Leinwand, 100x100 cm (Photocredit: Demet Oesch-Akbay)
Demet Oesch-Akbay, "Genesis Tag 3: Es entstehen Pflanzen und Bäume", 2025, Öl auf Leinwand, 140x100 cm (Photocredit: Demet Oesch-Akbay)
Demet Oesch-Akbay, "Komposition", 2024, Alkohol Ink auf Leinwand, 120x80 cm (Photocredit: Demet Oesch-Akbay)

Fenster 20: Salome Frick 

Für mein Adventsfenster habe ich ein Bild in warmen Farben gemalt. Im Vordergrund steht ein Lebkuchenhaus. Dahinter befindet sich gross die Zahl 20, sowie eine Berglandschaft und ein Sonnenuntergang, die dem Bild Tiefe und Stimmung verleihen. Ich habe mich für warme Farben wie Rosa, Pink, Violett, Gelb und Weiß entschieden. Diese Farbtöne verbinde ich mit der Weihnachtszeit. Obwohl es im Winter oft kalt und grau ist, verbreiten Weihnachtsdekorationen und warme Lichter zur Weihnachtszeit eine gemütliche Stimmung. Genau dieses Gefühl wollte ich im Bild mit den warmen Farben einfangen. Das
Lebkuchenhaus steht symbolisch für Weihnachten. Die Berge im Hintergrund stehen für die schöne Berglandschaft in Liechtenstein. Die Zahl 20 habe ich bewusst nicht bemalt, weil sie als Adventstür-Zahl das wichtigste Element im Bild ist. Unbemalt kann das Licht besonders gut hindurchscheinen und schafft so eine schöne, leuchtende Wirkung. 

Ich wurde am 14. Oktober 2009 geboren. Von 2021 bis 2025 besuchte ich die Realschule in Eschen. Dort haben mir vor allem die Fächer Bildnerisches und Technisches
Gestalten gefallen. Während dieser Zeit wurde mir bewusst, dass ich später einen kreativen Beruf erlernen möchte. Nach meinem Schulabschluss habe ich mich für den Gestalterischen Vorkurs entschieden, den ich momentan besuche. Der Vorkurs macht mir sehr viel Spass und ich kann meine gestalterischen Fähigkeiten weiterentwickeln. Auch in meiner Freizeit verbringe ich viel Zeit mit kreativen Dingen. Ich zeichne und bastle oft. Ausserdem lese ich viel, am liebsten Fantasybücher und ich spiele einmal pro Woche Volleyball. Mein
Berufswunsch ist es, Grafikerin zu werden. Nach dem gestalterischen Vorkurs möchte ich entweder eine Lehre als Grafikerin machen oder die Fachklasse Grafik besuchen. Ich habe
schon mehrere Einblicke in den Beruf bekommen und habe dabei gemerkt, wie spannend, kreativ und abwechslungsreich es ist, als Grafikerin zu arbeiten.

Salome Frick, "Aktzeichnung", 2025, Ölkreide, 297x420 mm (Photocredit: Salome Frick)
Salome Frick, "Pilze im Winter", 2025, Aquarell, 730x510 mm (Photocredit: Salome Frick)
Salome Frick, "Emma Watson", 2025, Bleistift, 420x297 mm (Photocredit: Salome Frick)
Salome Frick, "Kleines Fürstentum, grosse Geschichten", 2025, Buch, 210x297 mm (Photocredit: Salome Frick)

Fenster 21: Sandra Vogelsang

Der Betrachter blickt aus der Vogelperspektive über eine vorweihnachtliche Landschaft mit sanften Hügeln in satten, leuchtenden Farben. 
Im Vordergrund schmiegt sich ein kleines Häuschen mit schneebedecktem Dach an den dunklen Waldrand. Das gelbe Licht, das aus den Fenstern strahlt, vermittelt Behaglichkeit und Wärme und aus dem Kamin strömt Rauch in den windstillen Abendhimmel, der ein Herz formt. Das Herz steht für «das Fest der Liebe», Zusammenhalt, Geborgenheit, Familie, Freundschaft und das Gefühl angekommen zu sein. Vögel ziehen still über die sanften Hügel, während das helle Licht des Mondes den Schnee zum Leuchten bringt und lange, blauviolette Schatten des Waldes in den weissen Schnee zeichnet. Die tiefen Blau- und Violett-Töne der verschneiten Landschaft gehen harmonisch in das warme, satte Grün und in den Sternenhimmel mit dem goldenen Leuchten des Mondes und der Wolken über.

Die Zahl Einundzwanzig legt sich als leuchtend orange Linie über alle Hügel. Das Bild erzählt von Ruhe, Besinnlichkeit und der Magie des Winters – von jener besonderen Stimmung, die uns in der Vorweihnachtszeit innehalten lässt und daran erinnert, was wirklich wichtig ist.

- Geboren am 16.02.1970 in Worms/D
- Ausgewandert nach Liechtenstein mit meiner Familie im Jahr 1977 – und seither geblieben
Gymnasium Vaduz, danach Schule für Gestaltung in Zürich und Ausbildung zur Grafikerin in einer Werbeagentur in Zürich
- Ausübung meines Berufes in Agenturen in Liechtenstein, mit Schwerpunkt auf Verpackungsdesign
- 1997 Geburt meiner Tochter Michelle
- Weiterhin berufliche Tätigkeit im grafischen Sektor, zusätzlich illustrieren in verschiedenen Stilrichtungen
- Konzentration auf Malen und Zeichnen mit Acryl, Farb- und Bleistift. Oft naturalistische Sujets, aber auch Wandmalerei, Portraits und besondere Wünsche, wie aufwendige Logos
- Gerne bemale ich detailgetreu Urnen für verstorbene Haustiere ab Foto oder mit neutralen Sujets
- Inspiration finde ich beim Fotografieren in der Natur

Sandra Vogelsang, "Peaches", 2024, Farbstift auf Papier, 42x30 cm (Photocredit: Sandra Vogelsang)
Sandra Vogelsang, "Birken", 2025, Farbstift auf Papier, 21x30 cm (Photocredit: Sandra Vogelsang)
Sandra Vogelsang, "Spatz", 2024, Acrylfarbe auf Leinwand, 80x60 cm (Photocredit: Sandra Vogelsang)
Sandra Vogelsang, "Michelle", 2025, Acrylfarbe auf Leinwand, 40x40 cm (Photocredit: Sandra Vogelsang)

Fenster 22: Lorena Vanoni

Ich freue mich sehr, beim Adventsfenster dabei zu sein. Die Idee, gemeinsam ein Stück Weihnachtsstimmung in das Land zu bringen, hat mich sofort begeistert. Für mein Fenster wollte ich etwas Klassisches gestalten, das gut zur Adventszeit passt – gleichzeitig aber auch einen kleinen Hinweis auf eine meiner Lieblingsgeschichten einbauen. So ist ein Motiv entstanden, das Weihnachten mit einem Hauch von Tolkiens „Herr der Ringe“ verbindet.


Fenster 23: Willy De Biasi

Endstanden unter dem Eindruck, dass die Adventszeit oft geprägt ist von Hektik, Konsum und der Jagd nach Erledigungen - während der eigentliche Sinn dieser Zeit zunehmend verloren geht. Wir eilen von Termin zu Termin, bestaunen die hell erleuchteten Schaufenster und vergessen dabei allzu leicht jene, für die das Licht nicht so hell scheint. Das Bild für den Kunstadventskalender entstand ursprünglich aus der Idee für eine  Weihnachtskarte. Es soll dazu einladen, den Blick einmal "nach unten" zu richten - auch die zu sehen, die fast nichts haben, die einsam sind oder am Rande stehen.
Es zeigt einen Obdachlosen mit einer Kerze in den Händen - das Kerzenlicht als schlichtes Symbol von Hoffnung und Wärme. So wird das Motiv zu einem stillen Gegenbild: Ein Moment des Lichts inmitten der Dunkelheit. Vielleicht ist das Gesicht das im Schein erkennbar wird, das eines Engels - vielleicht aber auch ein Sinnbild für einen Gedanken - einer Geste von uns, für jene Menschen die wir nicht übersehen sollten.
"Auf den zweiten Blick" möchte uns anregen, genau in dieser Zeit innezuhalten, zu endschleunigen und das Licht nicht nur aussen - sondern auch in uns selbst zu suchen. Es ist eine Einladung, uns an die wahren Werte zu erinnern - an Mitgefühl, Achtsamkeit und Menschlichkeit.

Willy De Biasi - 1967 geboren und wohnhaft in Balzers. Quereinsteiger mit Ausbildung als Hochbauzeichner. Im Laufe der Zeit eignete ich mir autodidaktisch vielfältige  gestalterische Fähigkeiten in den Bereichen digitale Kunst und Grafik an – darunter Zeichnungen, Layout und digitale Bildbearbeitung.
Neben meiner Rolle als Familienvater und Hausmann gründete ich 2010 mein kleines Atelier 3DE Kreativstudio mit den Schwerpunkten Fotografie, Grafik, Kunst und Planung.
Hier versuche ich Arbeiten entstehen zulassen, die Technik und Emotion, Gestaltung und Bedeutung miteinander verbinden, an einem zentralen Punkt.

Willy De Biasi, "Versuchung", 2014, Druck auf Leinwand, 50x60 cm (Photocredit: Digital Composing: 3dekreativstudio Willy De Biasi)
Willy De Biasi, "Akt", 2015, Acryl auf Mehrschicht-Holzplatte, 60x120 cm (Photocredit: 3dekreativstudio Willy De Biasi)
Willy De Biasi, "Gismo", 2016, Druck auf Leinwand, 60x90 cm (Photocredit: Digital Composing: 3dekreativstudio Willy De Biasi)
Willy De Biasi, "Im Fluss", 2019, Foto (Photocredit: 3dekreativstudio Willy De Biasi)

Fenster 24: Martina Morger

"Spitzen der Zeit" entfaltet im Fenster ein leises Spiel aus Licht und Stofflichkeit. Collagierte Spitzenfragmente verhandeln Dichte und Durchlässigkeit, Positiv und Negativ, Präsenz und Abwesenheit. Ausgangspunkt sind lokal verankerte Spitzenstoffe; ihre ornamentale Grammatik wird zitiert und in eine zeitgenössische Bildsprache überführt – ein Gewebe zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Als 24. Weihnachtsfenster am Heiligabend wird das Werk zum Ort der Zusammenkunft. Das hinterleuchtete Muster wirft ein warmes Geflecht aus Licht und Schatten, das an Nähe, Fürsorge und geteilte Zeit erinnert. Spitze ist in der Region tief im Brauchtum verankert; sie ruft Traditionen und Riten auf, die Gemeinschaft stiften. In dieser Logik steht die Ausstellungseröffnung selbst: ein säkularer Ritus, der Menschen zusammenführt, um gemeinsam zu sehen, zu sprechen, zu feiern.

"Spitzen der Zeit" bewahrt die haptische Herkunft von Stoff und Handarbeit, filtert den Raum, rahmt den Blick – und lädt ein, im Licht eine gemeinsame Gegenwart zu teilen.

Martina Morger (*1989 in Vaduz, lebt und arbeitet in Balzers & Hannover) absolvierte ihr Studium der Medialen Kunst an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und einen Master in Fine Arts Practice an der Galsgow School of Arts. 
Als Performerin erforscht sie Themen wie Öffentlichkeit, Konsumverhalten und Fürsorge und war Teil von Ausstellungen u.a. in: Museum Tinguely, Neues Museum Biel, Kunstmuseuem Appenzell, St. Gallen und Liechtenstein, Kunstverein Hannover, Liste Basel, Schottische Nationalgalerien, 58. Biennale Venezia.
Im Frühjahr 2020 hatte sie ein Stipendium an der Cité Internationale des Arts in Paris, ist MANOR-Preisträgerin 2021 und IBK-Preisträgerin. 

Martina Morger, "Fossils", 2022, Performance&Installation in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Appenzell (Photocredit: Martina Morger)
Martina Morger, "Cleaning Sappho", 2021, Video, in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum & HVM St.Gallen & dem Archiv für Frauen- und Sozialgeschichte Ostschweiz (Photocredit: Martina Morger)
Martina Morger, "Lèche Vitrines", 2020, Video in Zusammenarbeit mit Lukas Zerbst (Photocredit: Martina Morger)
Martina Morger, "Ceremony", 2025, Performance&Installation, in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Liechtenstein (Photocredit: Martina Morger)

Suche

Filtermöglichkeiten

  • Inhaltstyp
Zu den Suchresultaten springen

Für Ihre Suchanfrage konnten keine Ergebnisse gefunden werden.

Im Folgenden finden Sie ähnliche oder themenverwandte Inhalte, die für Sie von Interesse sein könnten.Wenn Sie nicht fündig werden, nutzen Sie bitte die Navigation.

    0 Ergebnisse
    Anwendungen
      Formulare
        Dateien