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Amt für Auswärtige Angelegenheiten
13.09.2016

IHZE: Liechtenstein unterstützt Aktivitäten des IKRK

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) gehört zu den wichtigsten Partnerorganisationen Liechtensteins im Rahmen der Not- und Wiederaufbauhilfe. Liechtenstein unterstützt die Hilfsorganisation jährlich mit einem grösseren finanziellen Beitrag. Nebst einem Beitrag für den Hauptsitz der Organisation in Genf, für die Aktivitäten für Minenopfer und den Sonderfonds für Behinderte sowie für das Hilfsprogramm in Syrien werden im laufenden Jahr die Regionaldelegation in Harare (Simbabwe), das Hilfsprogramm in Israel und den besetzten Territorien sowie das Hilfsprogramm in der Tschadsee-Region jeweils mit 100‘000 Franken unterstützt.

Über die Regionaldelegation in Harare deckt das IKRK seine Arbeit in den fünf Staaten des südlichen Afrikas, Malawi, Mosambik, Namibia, Sambia und Simbabwe, ab. Das südliche Afrika ist immer wieder von Naturkatastrophen wie Überschwemmungen und Dürren betroffen. Die Aktivitäten des IKRK in der Region umfassen den Besuch und die Betreuung von Häftlingen, den Aufbau von Kapazitäten im Bereich der Minenräumung, die Unterstützung von Familien, die durch Konflikte getrennt wurden, sowie die Stärkung des Bewusstseins von Sicherheits- und Streitkräften für das humanitäre Völkerrecht und die Menschenrechte.

In Israel und den besetzten Territorien versucht das IKRK die Einhaltung des humanitären Völkerrechts sicherzustellen, insbesondere in Bezug auf die zivile Bevölkerung. Des Weiteren überwacht das IKRK die Haftbedingungen und die Behandlung von inhaftierten Personen sowohl auf palästinensischer wie auch auf israelischer Seite. Im Übrigen koordiniert das IKRK die Hilfseinsätze der lokalen Partnerorganisationen.

Die Situation in der Tschadsee-Region bleibt aufgrund der fortwährenden Anschläge von Boko Haram weiterhin hoch fragil. Der ursprünglich in Nigeria ausgebrochene Konflikt hat sich auf Kamerun, Niger und Tschad ausgebreitet. Fast täglich werden mehrere Angriffe und Selbstmordattentate verzeichnet. Diese Gewalt hat die bestehende Krise verschärft, denn die Region leidet ohnehin bereits seit Langem unter Armut, einer unsicheren Ernährungslage, wiederkehrenden Krankheitsausbrüchen und einem kaum existierenden Gesundheitswesen. Das IKRK ist in Nigeria, Niger und in Tschad mit Operationen vertreten und unterhält in Yaoundé (Kamerun) eine Regionaldelegation für sechs weitere Staaten. Aufgrund der dramatischen humanitären Situation der vom Konflikt betroffenen Bevölkerung hat das IKRK im Juni die Budgets für die vier Operationen ausgebaut.

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