Die Zahl der Vertriebenen hat in den vergangenen Jahren massiv zugenommen und mit derzeit knapp 66 Millionen eine neue Höchstzahl erreicht. Flüchtlinge finden zwar vielerorts Schutz vor Verfolgung in Camps oder in städtischen Gebieten. Allerdings werden ihnen nur selten Entwicklungsperspektiven geboten. In Zusammenarbeit mit dem UNO-Hochkommissar für Flüchtlinge (UNCHR) liess das Internationale Olympische Komitee (IOC) in den olympischen Sommerspielen 2016 in Rio erstmals ein „Flüchtlingsteam“ antreten.
Diese Idee wurde von den beiden Organisationen seither weiterentwickelt. Am 15. September 2017 lancierte das IOC zusammen dem UNHCR eine neue Stiftung, welche gezielt die sportlichen Perspektiven von Flüchtlingen fördern soll. Die sogenannte „Olympic Refuge Foundation“ soll global an Orten, wo Flüchtlinge leben (z.B. in Flüchtlingscamps), sichere Orte bzw. Zonen schaffen, wo insbesondere jugendliche Flüchtlinge frei von Gewalt und Misshandlung auf professioneller Ebene Sport treiben können.
Die Förderung von Perspektiven und nachhaltigen Lösungen für Vertriebene ist auch für Liechtenstein ein wichtiges Anliegen. Als einer der ersten Staaten weltweit unterstützt Liechtenstein daher die Olympic Refuge Foundation mit einem Gesamtbeitrag von 100‘000 Franken.