Liechtenstein engagiert sich seit mehreren Jahren für einen besseren Schutz von Binnenvertriebenen. Die Regierung hat deshalb beschlossen, im Rahmen der Internationalen Humanitären Zusammenarbeit und Entwicklung (IHZE) das „Internal Displacement Monitoring Centre“ (IDMC) mit einem Betrag von 100‘000 Franken zu unterstützen.
Das IDMC zeichnet in über 55 Ländern die Bewegungsströme von Binnenvertriebenen in Konfliktsituationen auf. Die von IDMC unterhaltene Datenbank dient politischen Entscheidungsträgern im innerstaatlichen Bereich sowie Institutionen der Vereinten Nationen als Grundlage für die Planung von Massnahmen zum Schutz der Binnenvertriebenen. Im Jahr 2015 zählte IDMC weltweit rund 42 Millionen Menschen, die aufgrund von bewaffneten Konflikten oder Naturkatastrophen intern vertrieben waren. Besonders betroffen aufgrund des andauernden Bürgerkriegs ist zurzeit Syrien, wo die Zahl der Binnenvertriebenen auf etwa 6.6 Millionen geschätzt wird. Neben dem Monitoring gehören auch die Verbreitung der „Guiding Principles“ zu Binnenvertriebenen sowie das Training staatlicher und nicht-staatlicher Institutionen zum Tätigkeitsbereich von IDMC.