Liechtenstein unterstützt das Hilfsprogramm des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) im Syrien-Kontext mit einem Beitrag von CHF 100'000. Mit diesem Beitrag kann das UNHCR seine Aktivitäten zum Schutz von Flüchtlingen, Binnenvertriebenen, Asylsuchenden, Rückkehrenden sowie Staatenlosen in Syrien und dessen Nachbarstaaten aufrechterhalten.
Der Syrien-Konflikt gehört weiterhin zu den grössten humanitären Krisen auf dem Globus. Seit dem Ausbruch des Bürgerkrieges im Jahr 2012 wurden in Syrien rund 12 Millionen Menschen vertrieben. Es werden aktuell 7.5 Millionen Binnenvertriebene und 5.5 Millionen syrische Flüchtlinge in Ägypten, Irak, Jordanien, Libanon und der Türkei gezählt. Insgesamt sind in Syrien selbst derzeit mehr als 14 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen.
Für sein Hilfsprogramm im Syrien-Kontext benötigt das UNHCR im Jahr 2022 rund USD 465 Millionen. Per Ende November 2022 ist dieses jedoch erst zu 38 % durch finanzielle Beiträge gedeckt. Der Bedarf ist daher weiterhin enorm und die Aufrechterhaltung aller notwendigen Aktivitäten des UNHCR bei einem solch tiefen Finanzierungsgrad nicht gesichert. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellsten Zahlen, welche das UNHCR im Juni veröffentlicht hatte, besonders prekär: Im Jahr 2021 wurde mit mehr als 100 Menschen, die weltweit auf der Flucht sind, erneut ein negativer Rekordwert erreicht. Der finanzielle Bedarf des UNHCR wird damit nicht zuletzt wegen des Ukraine-Konflikts weiterhin zunehmen.