Die NGO «Justice Rapid Response» (JRR) erhält im Jahr 2024 einen Beitrag von CHF 200‘000. Die Hauptaufgabe von JRR ist die Ausbildung und Bereitstellung von Expertinnen und Experten für strafrechtliche Untersuchungen von vermuteten Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder schweren Menschenrechtsverletzungen.
Dafür betreibt JRR einen sogenannten Expertenpool. Dieser ist der einzige globale Mechanismus, welcher über 750 schnell einsetzbare Experten in einer Vielzahl von internationalen Strafjustiz- und Menschenrechtsberufen verfügt (Ermittler, Experten für sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt, forensische Experten, Kinderrechtsexperten und weitere Rechtsexperten, Open-Source-Ermittler, Militäranalysten, Mediziner, Pathologen, psychosoziale Experten und Staatsanwälte).
Praktisch alle neuen Rechenschaftsmechanismen, die in den letzten Jahren von der internationalen Staatengemeinschaft mandatiert wurden, greifen auf JRR-Experten zurück. Dazu gehören derzeit die UNO-Untersuchungskommission zur Ukraine, die UNO-Untersuchungsmission zu Libyen, der unabhängige UNO-Untersuchungsmechanismus für Myanmar sowie Untersuchungen des Internationalen Strafgerichtshofs. Im letzten Jahr konnte JRR einen Beitrag zu insgesamt 115 Untersuchungen leisten. Durch die Bereitstellung von hochqualifizierten Fachleuten trägt JRR dazu bei, dass Untersuchungen objektiv, gründlich und effektiv durchgeführt werden können. Dies stärkt die Glaubwürdigkeit der Justizsysteme und fördert die Sicherstellung von Rechenschaftspflichten. Liechtenstein arbeitet seit 2013 eng mit JRR zusammen.