Die Vielzahl an Krisen und Konflikten auf dem Globus hat in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass die Zahl der Vertriebenen seit Jahren stark zunimmt. Der Krieg in der Ukraine sowie viele weitere Konflikte, wie etwa in Sudan, zwingen Millionen von Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen.
Das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) gibt die Zahl der weltweit Vertriebenen per Ende 2023 mit mehr als 122 Millionen an. Damit wurde der Rekordwert vom Vorjahr (112.6 Millionen) nochmals deutlich übertroffen. Im Jahr 2023 wird damit gerechnet, dass die Zahl auf über 130 Millionen ansteigt. Seit 2013 (42.8 Millionen) hat sich die Zahl der Vertriebenen etwa verdreifacht. Entsprechend ist auch der finanzielle Bedarf des UNHCR, welches sich weltweit für die Interessen von Flüchtlingen, Binnenvertriebenen, Asylsuchenden und Staatenlosen einsetzt, massiv gestiegen. Es fällt dem UNHCR seit einigen Jahren schwer, seine Operationen ausreichend zu finanzieren. Enormer finanzieller Bedarf besteht insbesondere in jenen Ländern, in denen sich die Kluft zwischen Bedarf und verfügbaren Ressourcen durch das Ausmass der Ukraine-Krise, ihre direkten Auswirkungen auf viele Geberländer und die damit verbundene Zweckbindung von Gebermitteln noch vergrössert hat. Zu diesen Ländern gehören Afghanistan, Bangladesch, Äthiopien, Jordanien, Libanon, Uganda, Jemen und Syrien.
Liechtenstein unterstützt die Arbeit des UNHCR seit vielen Jahren. Auch in diesem Jahr erhält die Organisation einen nicht-zweckgebundenen Beitrag von CHF 100'000. Solche Beiträge sind von hoher Bedeutung, um die Funktionsfähigkeit und Flexibilität der Hilfsorganisation zu gewährleisten.