Konjunktur weiterhin verhalten
Die liechtensteinischen Industrie- und Dienstleistungsunternehmen schätzen die Geschäftslage im 4. Quartal 2025 als befriedigend ein. Die Rentabilität der befragten Unternehmen bleibt unverändert, aber der Personalbestand ist rückläufig.
Die zentralen Hemmnisse für die liechtensteinische Wirtschaft bleiben die unzureichende Nachfrage (33%) sowie der Personalmangel (15%). Dabei zeigt sich ein deutliches Gefälle zwischen den Sektoren: Während im Dienstleistungssektor fast jeder zweite Betrieb (43%) mit Nachfragesorgen und jeder fünfte (21%) mit Personalmangel kämpft, fällt die Belastung in der Industrie mit 23% bzw. 9% signifikant geringer aus. Positiv hervorzuheben ist, dass 42% der Unternehmen derzeit keinerlei geschäftliche Hindernisse melden.
Für das 1. Quartal 2026 prognostizieren die liechtensteinischen Industrie- und Dienstleistungsunternehmen eine weitgehend stabile Geschäftslage. Während die Rentabilität auf dem bisherigen Niveau verharren dürfte, zeichnet sich beim Personalbestand ein weiterer Rückgang ab. Innerhalb der Branchen zeigen sich jedoch gegensätzliche Tendenzen: Optimistisch blicken das Baugewerbe sowie die allgemeinen Dienstleister in die Zukunft, die beide mit einer Belebung rechnen. Im Gegensatz dazu stellt sich die Nichtmetallindustrie auf eine Verschlechterung ein, während die Metallindustrie, der Detailhandel sowie der Banken- und Versicherungssektor von einer Fortsetzung der aktuellen, stabilen Lage ausgehen.