Die Organisation „Association pour la Prévention de la Torture“ (apt) hat im Jahr 2009 ein Regionalbüro in Panama eröffnet, welches seither praktisch ausschliesslich von Liechtenstein finanziert worden ist. Von dort aus engagiert sich apt für die Ratifikation und Umsetzung des Fakultativprotokolls zur UNO-Folterkonvention (OPCAT) in den einzelnen Ländern des Subkontinents. Es geht insbesondere darum, die Staaten darin zu unterstützen, einen wirkungsvollen und unabhängigen nationalen Präventionsmechanismus einzusetzen. Seit Beginn des fünfjährigen Projekts konnten signifikante Verbesserungen erzielt werden: Drei zusätzliche Staaten haben OPCAT ratifiziert, zehn Länder haben einen nationalen Präventionsmechanismus bestimmt, wobei fünf davon ihre Arbeit bereits aufgenommen haben. In Brasilien und Argentinien ist es mit Hilfe von apt gelungen, neben dem nationalen auch verschiedene lokale Präventionsmechanismen einzusetzen.
Angesicht der positiv ausgefallenen externen und internen Evaluation im Frühjahr 2013 sowie des weiterhin grossen Bedarfs an Unterstützung in Lateinamerika hat apt beschlossen, das Regionalbüro in Panama vorerst bis 2018 weiter zu führen. Liechtenstein verlängert sein finanzielles Engagement für das Regionalbüro vorerst bis 2015.