Im Rahmen der 83. Generalversammlung der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) im Mai 2015 erlangt Liechtenstein die Anerkennung als Land mit einem "negligible risk" (vernachlässigbaren Risiko) bezüglich der Bovinen Spongiformen Enzephalopathie (BSE) und den "Disease free“-Status betreffend der Klassischen Schweinepest.
Seit 2008 verfügte Liechtenstein über den Status „controlled BSE risk" (kontrolliertes BSE-Risiko). Der Entscheid der OIE, Liechtenstein in den höchsten Status für diese Krankheit einzuteilen, ist ein Meilenstein in der Bekämpfung der BSE und ist auf die grossen Bemühungen im Kampf gegen BSE zurückzuführen. Die zur Ausrottung der BSE und zu ihrer künftigen Überwachung erforderlichen Massnahmen stützen sich auf die Tierseuchengesetzgebung und werden in enger Anknüpfung an diejenigen der Schweiz umgesetzt.
Nach dem erstmaligen Auftreten der BSE in der Schweiz im Jahr 1990 wurden auch in Liechtenstein zwei an BSE erkrankte Kühe diagnostiziert. Mit diesen Kühen mussten damals (1998) sämtliche Tiere der Rindergattung in den zwei betroffenen Betrieben ausgemerzt werden.
Heute, 25 Jahre nach dem ersten Auftreten der BSE im gemeinsamen Wirtschaftsraum Schweiz-Liechtenstein wurde Liechtenstein – zeitgleich mit der Schweiz – von der OIE der Status eines vernachlässigbaren Risikos zuerkannt. Der Statuswechsel ist auch wichtig für die Lebensmittel-Exporte.
Das Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen reicht jährlich die zum Erhalt der Anerkennungen nötigen Daten beim OIE ein.