Aufgrund des anhaltenden Konfliktes in der Zentralafrikanischen Republik unterstützt Liechtenstein über die Caritas Schweiz ein Nothilfeprogramm mit 100‘000 Franken, um die Grundnahrungsmittelversorgung für die im Konflikt am meisten betroffenen Menschen in den Regionen Ombello Mpoko, Ouham und Nana Gribizi zu gewährleisten. Zudem sollen die Betroffenen mit dem Nötigsten versorgt werden, bevor in zwei bis drei Monaten die Regenzeit weite Teile des Landes für humanitäre Hilfe unzugänglich macht.
Konflikte zwischen christlichen und muslimischen Milizen in der Zentralafrikanischen Republik, welche beiderseits Gräueltaten an der Zivilbevölkerung begehen, haben eine prekäre humanitäre Situation im Land verursacht. Das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) schätzt, dass es ungefähr eine Million Flüchtlinge und Binnenvertriebene gibt, was etwa 20 Prozent der Bevölkerung der Zentralafrikanischen Republik entspricht. 2.6 Millionen Menschen brauchen humanitäre Hilfe und 60 Prozent der sanitären Infrastruktur im Land wurde zerstört. Gemäss dem UNO-Kinderhilfswerk (UNICEF) wurden 5‘000 bis 6‘000 Kindersoldaten rekrutiert. Die Anzahl der durch die Plünderungen, Überfälle und Gräueltaten getöteten Menschen beläuft sich wahrscheinlich auf mehrere Tausend. Aufgrund der Situation hat die UNO im Dezember 2013 die Zentralafrikanische Republik als „Level 3-Emergency Situation“, die schlimmste humanitäre Stufe, erklärt.