Aufgrund der prekären Situation im Südsudan unterstützt Liechtenstein das Nothilfepro-gramm des Welternährungsprogramms (WFP) mit 100‘000 Franken. Das Programm dient dazu, der Bevölkerung im Konfliktgebiet dringend notwendige Unterstützung durch Lebensmittel zukommen zu lassen.
Wegen des Konfliktes im Südsudan sind mehr als 150‘000 Menschen über die Landesgrenzen geflüchtet und zwischen 700‘000 und 900‘000 Menschen sind Flüchtlinge im eigenen Land. Durch den Konflikt wurden Märkte und Lebensgemeinschaften zerstört sowie der Zugang zu Nahrungsmittel für Hunderttausende blockiert. Nicht nur im Südsudan ist die Nahrungsmittelsituation prekär, sondern auch in den benachbarten Ländern Kenia, Sudan und Uganda, welche einen Grossteil der Flüchtlinge aufnehmen. Ein weiteres Nachbarland, die Zentralafrikanische Republik, befindet sich selbst in einem Konflikt. In der ganzen Region sind laut dem Welternährungsprogramm insgesamt acht von zehn Ländern von den Konflikten in irgendeiner Weise betroffen. Aufgrund der Situation hat die UNO am 12. Februar den Südsudan zu einer „Level-3 Emergency Situation“, also der schlimmsten humanitären Stufe, erklärt.
Das WFP versorgt Flüchtlinge, welche Flüchtlingslager erreichen, mit Nahrung. Bei den meisten Neuankömmlingen handelt es sich um Frauen und Kinder. Zudem sollen Binnenvertriebene im eigenen Land erreicht und mit dem Nötigsten versorgt werden.