Hinter dem Internet der Dinge (IoT) wird im weitesten Sinn eine Infrastruktur verstanden, in der Milliarden von Sensoren in alltägliche Geräte („Dinge“) eingebettet sind. Die Dinge bearbeiten Informationen und kommunizieren miteinander, ohne dass ein Mensch eingreift. Sie sind darauf ausgelegt, völlig autonom und unauffällig zu kommunizieren. Dadurch ergeben sich konkrete Fragen, die die Privatsphäre betreffen: Was wird an Daten erzeugt? Welche Daten werden weitergegeben? An wen werden diese weitergegeben? Wann werden sie gelöscht? Wie wird das sichergestellt? Wie kann eine betroffene Person dies kontrollieren? Wo kann eine betroffene Person seine Rechte wahrnehmen? usw.
Unkontrollierte Datenflüsse stellen das grösste Risiko für Betroffene dar. Denn aus den durch die Dinge gesammelten Daten lassen sich Nutzerprofile erstellen, die speziell Dritte, wie beispielsweise Versicherungen, interessieren werden. Auch die Datensicherheit ist gefordert. Während in der PC-Welt über die Jahre Möglichkeiten entwickelt wurden, den Gefahren aus dem Internet zu begegnen; z. B. durch Einsatz von Virenscannern und anderer Sicherheitssoftware, entstehen durch das Internet der Dinge zahlreiche neue Angriffsflächen, wobei die „klassischen“ Sicherheitsmechanismen nicht einfach anwendbar sind.
Wenn zukünftig die Dinge autonom agieren und selbstständig Daten austauschen sind die Prinzipien des Datenschutzes nur schwer durchzusetzen. Die Nutzer sind jedenfalls zu informieren (Informationspflichten) und wo notwendig ist für die Datenbearbeitung eine Einwilligung einzuholen.
Informationen zum Internet der Dinge finden Sie hier.