Die OSZE ist mit ihren 57 Teilnehmerstaaten die einzige sicherheitspolitische Organisation, in der alle europäischen Länder, die Nachfolgestaaten der Sowjetunion, die USA und Kanada vertreten sind. Seit jeher verfolgt die OSZE das Ziel, das gute Verhältnis und die Zusammenarbeit zwischen den Teilnehmerstaaten in Sicherheitsfragen zu fördern. Liechtenstein setzt sich dafür ein, dass die Teilnehmerstaaten ihren Verpflichtungen nachkommen und die Organisation fähig ist, sich neuen Herausforderungen im Hinblick auf die Sicherheit und die Wahrung der Menschenrechte und der Grundfreiheiten zu stellen.
Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Liechtenstein regelmässig Projekte der OSZE zum besseren Schutz der Menschenrechte und zur Stärkung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Liechtenstein unterstützt im Jahr 2014 Menschenrechtsprojekte zur Durchführung von Rechtsexpertisen und für den Kampf gegen den Terrorismus mit insgesamt CHF 80'000. Mit Rechtsexpertisen werden OSZE-Mitgliedsstaaten auf freiwilliger Basis auf Mängel in ihren Gesetzgebungen und auf optimale Umsetzungsmöglichkeiten hingewiesen. Im Rahmen der Terrorismusbekämpfung wird sichergestellt, dass die Verpflichtungen aus internationalen Menschenrechtsübereinkommen eingehalten werden. Darüber hinaus unterstützt Liechtenstein ein OSZE-Projekt in Moldawien mit CHF 20‘000, das Schulungen von Pädagogen und Offiziellen durchführt, um den Schutz von Kindern, Opfer von Menschenhandel zu werden, zu erhöhen.
Im Bereich der politisch-militärischen Dimension der OSZE unterstützt Liechtenstein ebenfalls mehrere Projekte. Liechtenstein beteiligt sich beispielsweise mit CHF 10‘000 an der Sonderbeobachtermission (SMM) der OSZE in der Ukraine. Die SMM leistet einen wichtigen Beitrag zum nationalen Dialog und zur objektiven Informationsbeschaffung aus den Krisengebieten in der Ukraine. Darüber hinaus unterstützt Liechtenstein ein Projekt der OSZE in Bosnien und Herzegowina mit CHF 10‘000, das zur Verbesserung der Sicherungsinfrastruktur für Waffen- und Munitionslager beiträgt. Ausserdem beteiligt sich Liechtenstein mit CHF 10‘000 an einem Projekt in Montenegro, das der Demilitarisierung, der sicheren Lagerung und dem Abbau von Überflussmengen an ungesicherter und unstabiler Munition dient.