Aufgrund der Krise in Syrien sind fast 3 Millionen Menschen in dessen Nachbarstaaten geflüchtet, viele davon nach Jordanien. Eine rasche Rückkehr ist nicht zu erwarten. Beim UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge UNHCR sind aktuell mehr als 210‘000 Flüchtlingskinder im Schulalter registriert. Für diese Kinder ist diese Situation besonders schwierig. Obwohl ihnen freier Zugang zu jordanischen Schulen gewährt wird, müssen viele zurückgewiesen werden, da es an Platz oder Infrastruktur mangelt. Die jordanische Regierung hat sich daher bereits 2012 an die internationale Gemeinschaft gewandt und um Unterstützung gebeten.
Liechtenstein beteiligt sich nach 2012 und 2013 bereits zum dritten Mal mit 250'000 Franken an einem Schulprojekt der Schweizer Direktion für Entwicklungszusammenarbeit DEZA in Zusammenarbeit mit dem jordanischen Bildungsministerium und UNICEF. Alleine 2013 konnten rund 18‘000 Schülerinnen und Schüler von 19 Schulen unterstützt werden. Neben der Verbesserung von Bauten und Infrastruktur erhielten die Schülerinnen und Schüler benötigtes Schulmaterial. Damit wurden auch die Eltern finanziell entlastet. Alleine mit dem liechtensteinischen Beitrag können in einer nächsten Phase sechs bis sieben Schulen und rund 5‘500 Schülerinnen und Schüler unterstützt werden.
Mit einem weiteren Beitrag von 200'000 Franken beteiligt sich Liechtenstein am Bau einer neuen erdbebensicheren Schule in Haitis Hauptstadt Port-au-Prince. Es ist bereits die fünfte von der DEZA gebaute Schule, welche von Liechtenstein mitfinanziert wird. Seit dem schweren Erdbeben im Januar 2010 besteht in Haiti nach wie vor ein grosser Bedarf an Schulgebäuden.