Im Jahr 2015 wird wiederum ein Projekt der Caritas Schweiz zur Sicherstellung der Basis-Gesundheitsversorgung für die notleidende Bevölkerung in Darfur (Sudan) mit 100'000 Franken unterstützt.
Der langjährige Konflikt in der westsudanesischen Region Darfur ist auch nach der Vereinbarung eines neuen Waffenstillstands und der Unabhängigkeitserklärung Südsudans 2011 nicht zur Ruhe gekommen. So wurde 2014 die höchste Zahl neuer Binnenvertriebener seit 2004 registriert. Aufgrund der schlechter werdenden Sicherheitslage haben mehrere Hilfsorganisationen aus der Region zurückgezogen. Dadurch verschärfte sich die Situation für die vom Konflikt betroffenen Menschen noch mehr verschärft. Die seit 2006 geleistete Unterstützung durch die Liechtensteiner Regierung für ein Gesundheitsprojekt der Caritas Schweiz soll deshalb auch im Jahr 2015 fortgeführt werden.
Das Projekt beinhaltet den Unterhalt von Gesundheits- und Ernährungszentren in Süd- und Zentral-Darfur. Bei der Zielgruppe des Programms handelt es sich in erster Linie um Binnenvertriebene, aber auch um andere Betroffene in ländlichen Regionen. Die Kliniken bieten eine Basis-Gesundheitsversorgung und lebensrettende Massnahmen. Das Projekt beugt aber auch der im internationalen Vergleich hohen Müttersterblichkeit und Sterberate für Kinder unter fünf Jahren vor. Die Caritas Schweiz rechnet damit, dass mit Liechtensteins Hilfe im Jahr 2015 knapp 35‘000 Menschen medizinisch behandelt und versorgt werden können.