Liechtenstein stellt dem Welternährungsprogramm (WFP) 100‘000 Franken zur Bekämpfung der andauernden Nahrungsmittelknappheit in der Demokratischen Volksrepublik Korea zur Verfügung.
Die Unterstützung geht zugunsten des Projekts „Nutrition Support for Children and Women“. In der Demokratischen Volksrepublik Korea herrscht weiterhin eine extreme Nahrungsmittelknappheit. 81 Prozent der Bevölkerung sind unter- oder fehlernährt. Eines von drei Kindern unter fünf Jahren und sogar jedes zweite Kind zwischen 12 und 23 Monaten leidet an Blutarmut. Nur knapp die Hälfte der schwangeren und stillenden Frauen haben ein ausreichendes Ernährungsangebot. Sie können ihre Neugeborenen entweder nicht sofort oder nicht lange genug vollständig mit Muttermilch versorgen. Dies ist besonders gravierend, weil eine Unterernährung in den ersten 1‘000 Tagen des Lebens zu irreparablen physischen und psychischen Schäden führt. Das WFP hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende 2015 2,4 Millionen Kindern, schwangeren und stillenden Frauen zu helfen. Weil die Krise gegenwärtig durch andere humanitäre Notlagen überschattet wird, ist es – trotz enormem Bedarf – besonders schwierig, Gelder für dieses Programm zu mobilisieren. Das Programm wurde daher auf 1.8 Millionen Begünstigte reduziert. Von dieser Reduktion sind mehr als eine halbe Million Primarschulkinder betroffen.