Heute unterscheidet das Datenschutzgesetz zwischen Persönlichkeitsprofilen und besonders schützenswerten Daten einerseits und den „normalen“ Daten anderseits. Bei der derzeit laufenden Datenschutzreform in Brüssel wird inskünftig der Akzent auf das Risiko einer Persönlichkeitsverletzung festgelegt. Mit dem Risk Based Approach wird eine Messlatte gelegt. Sobald eine gewisse Risiko-Schwelle überschritten wird, ist eine erhöte Aufmerksamkeit von Unternehmen gefordert, um datenschutzkonform zu sein. Dies wird z. B. bei der Bearbeitung besonders schützenswerter Daten weiterhin der Fall sein. Daneben wird es noch weitere Fälle geben. Das Ganze ist noch nicht endgültig definiert.
Der Datenschutzstelle (DSS) ist es ein Anliegen, wo möglich absehbare Entwicklungen vorwegzunehmen, um Unternehmen darauf aufmerksam zu machen. Deshalb wurde ein Expertenpapier zum „Risk Based Approach“ in Auftrag gegeben.
Die wesentlichen Inhalte des Expertenpapiers wurden anlässlich des fünften Jahrestreffens der betrieblichen Datenschutzverantwortlichen am 17. September in Vaduz von Christine Wohlwend, geschäftsführende Partnerin des Liechtensteiner IT-Beratungsunternehmens elleta AG, präsentiert.
Michael Valersi, stellvertretender Datenschutzbeauftragter, stellte an dem Anlass die Ergebnisse einer Analyse der Websites aller Mitgliedsunternehmen im Hinblick auf Datenschutzkonformität vor. Als Kriterien wurden die Information (Datenschutzerklärung), die Sicherheit (Verschlüsselung insbesondere von Kontaktformularen und Login-Bereichen) sowie die Weitergabe von Daten (Einsatz von Website-Analysetools, Tracking) herangezogen.
Mit diesen jährlichen Treffen erhalten die Unternehmen die Möglichkeit, sich über relevante Entwicklungen zu informieren und sich untereinander auszutauschen. Mehr Informationen zum Treffen entnehmen Sie bitte unserer Pressemitteilung.