Dem UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge werden für die Hilfsprogramme in Nord- und Westafrika je 100'000 Franken zur Verfügung gestellt.
Die Aktivitäten des UNHCR in Nordafrika konzentrieren sich auf Algerien, Libyen, Marokko, Tunesien, die Westsahara und Mauretanien. Diese Länder sind seit vielen Jahren von starken Migrationsströmen betroffen. Nordafrika dient vielen Flüchlingen sowohl als Transitregion nach Europa, ist für die meisten Flüchtlinge aber Enddestination. Die Region ist derzeit auch von starken Flüchtlingsströmen aus Syrien betroffen. Kernpunkt des UNHCR-Programms in Nordafrika ist der Aufbau eines funktionierenden Asylsystems nach internationalen Standards, da ein solches bisher nicht existiert.
Die Situation in Westafrika ist weiterhin sehr instabil. Ende 2012 wurde die Zahl der Flüchtlinge in der Region auf etwa 240'000 geschätzt. Diese verteilen sich auf viele urbane und ländliche Gebiete in mehreren westafrikanischen Staaten. Die Zahl der Binnenvertriebenen ist 2013 weiterhin angestiegen, nachdem sie sich bereits 2012 verdoppelt hatte. Das UNHCR bietet Nothilfe in Form von Schutz und Registrierung der Flüchtlinge, Unterkunft in Camps, medizinischer Grundversorgung, Nahrungsmittelrationen, Aufbau temporärer Schulen sowie provisorischer Wiederinstandsetzung wichtiger Infrastruktur. Eine weitere Herausforderung für das UNHCR stellt die wachsende sexuelle Gewalt gegen Flüchtlingsfrauen und -kinder dar. Die Bekämpfung des Phänomens sowie die Betreuung der Opfer gewinnen derzeit stark an Bedeutung.