Vaduz (ots) -
Im Rahmen des laufenden Stechmückenmonitorings wurde diese Woche erstmals ein Ei der Asiatischen Tigermücke in einer Falle im Industriegebiet von Balzers nachgewiesen. Um abzuklären, ob es sich um einen Einzelfund handelt oder ob sich bereits eine lokale Population entwickelt hat, werden in den kommenden Tagen zusätzliche Fallen installiert. Gleichzeitig werden potenzielle Brutstätten mit dem biologischen Mittel Bti (Bacillus thuringiensis israelensis) behandelt, das gezielt Mückenlarven bekämpft.
Die Tigermücke wird bekämpft, da sie sich rasch ausbreiten und verschiedene Krankheitserreger übertragen kann. Eine frühzeitige Eindämmung trägt dazu bei, ihre Ansiedlung und weitere Ausbreitung zu verhindern.
Das Amt für Wald, Natur und Landwirtschaft bittet die Betriebe sowie die Anwohnerinnen und Anwohner des Industriegebiets, stehendes Wasser im Freien möglichst zu vermeiden. Gefässe und andere Gegenstände, in denen sich Wasser sammeln kann, sollten mindestens einmal pro Woche vollständig geleert oder ausgetrocknet werden. Permanente Wasserstellen wie Abwasserschächte werden vom Amt vorsorglich mit Bti behandelt.
Die zusätzlichen Monitoringmassnahmen werden in den kommenden Wochen ausgewertet. Sobald belastbare Erkenntnisse zur Verbreitung der Tigermücke im Gebiet vorliegen, voraussichtlich im Oktober, wird das Amt für Wald, Natur und Landwirtschaft erneut informieren. Für Personen im Industriegebiet besteht derzeit keine Gefahr. Die Tigermücke kann Krankheiten nur übertragen, wenn sie zuvor entsprechende Krankheitserreger aufgenommen hat. Solche Krankheitserreger zirkulieren derzeit in Liechtenstein nicht.
Pressekontakt:
Amt für Wald, Natur und Landwirtschaft
Oliver Müller, Abteilung Natur und Landschaft
T +423 236 64 09
oliver.mueller@llv.li
21.08.2026
Tigermücke im Industriegebiet Balzers nachgewiesen
Quelle Presseportal
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