26.09.2026

Sabine Monauni fordert eine handlungsfähige UNO

Vaduz (ots) -

Im Rahmen der Hochrangigen Woche der UNO-Generalversammlung sprach Regierungschefin-Stellvertreterin und Aussenministerin Sabine Monauni vor der Generalversammlung. In ihrer Rede unterstrich sie die zentrale Bedeutung der Vereinten Nationen für Liechtenstein. Sie betonte die Notwendigkeit einer handlungsfähigen UNO und eines Eintretens für den Multilateralismus.

Stärkere Rolle der UNO im Bereich Frieden und Sicherheit

Aussenministerin Monauni bekräftigte vor der Generalversammlung Liechtensteins grundlegendes Bekenntnis zu den Vereinten Nationen und zur UNO-Charta. Für einen kleinen Staat wie Liechtenstein seien die UNO und das Völkerrecht zentrale Garanten für Souveränität, Sicherheit und Wohlstand. "Angesichts der Vielzahl von Krisen und bewaffneten Konflikten muss die UNO wieder eine stärkere Rolle in der Friedenssicherung einnehmen", erklärte Monauni. Die Generalversammlung solle ihre Zuständigkeiten im Bereich Frieden und Sicherheit aktiver nutzen, wenn der Sicherheitsrat blockiert sei. Die von Liechtenstein initiierte Veto-Initiative biete ein wichtiges Instrument dafür. Gleichzeitig sprach sie sich für grundlegende Reformen der UNO und eine nachhaltige Finanzierung der Organisation aus.

Aussenministerin Monauni warnte in ihrer Rede vor einer Welt, in der Macht über dem Recht steht. Als Land ohne Armee sei Liechtenstein in besonderem Masse auf die Befolgung und Durchsetzung des Völkerrechts angewiesen. Sie bekräftigte dabei Liechtensteins Unterstützung für den Internationalen Gerichtshof und den Internationalen Strafgerichtshof und sprach sich für deren Schutz gegen politische Angriffe und Sanktionen aus. Sie rief insbesondere kleine und mittelgrosse Staaten dazu auf, sich gemeinsam für eine starke regelbasierte internationale Ordnung und den Multilateralismus einzusetzen.

Zudem sprach sich Monauni für ein entschlossenes Handeln gegen den Klimawandel sowie für eine stärkere Regulierung Künstlicher Intelligenz aus. Bei der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz müsse sichergestellt werden, dass neue Technologien mit den Menschenrechten vereinbar bleiben und kein Risiko für die internationale Sicherheit darstellen.

Plattform zur Vertiefung von Partnerschaften

Aussenministerin Monauni nutzte die hochrangige Woche wiederum als Plattform für zahlreiche Gespräche. Gemeinsam mit ihren jamaikanischen, finnischen und schwedischen Amtskolleginnen lud sie zum traditionellen Austausch der Aussenministerinnen und weiterer weiblicher Führungspersönlichkeiten ein. Sie traf sich zudem mit den Aussenministern von Singapur, Litauen, Kosovo, Gambia, Sierra Leone, Timor-Leste sowie aller Kleinstaaten Europas.

Darüber hinaus tauschte sie sich mit dem UNO-Untergeneralsekretär für humanitäre Angelegenheiten und Nothilfekoordinator, Tom Fletcher, der Sonderbeauftragten des UNO-Generalsekretärs für Kinder und bewaffnete Konflikte, Vanessa Frazier, der Präsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Mirjana Spoljaric Egger, dem Exekutivdirektor von Human Rights Watch, Philippe Bolopion, und dem US-Kongressabgeordneten Joe Wilson aus.

Weitere Fotos können unter www.regierung.li/medienportal heruntergeladen werden.

Pressekontakt:

Ministerium für Äusseres, Umwelt und Kultur
Martin Frick
Amt für Auswärtige Angelegenheiten
T +423 236 60 58
martin.frick@llv.li

Quelle Presseportal Link zum Beitrag

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