Vaduz (ots) -
Die Regierung hat in ihrer Sitzung vom Dienstag, 6. Oktober 2026, die von der Firma Emch+Berger erstellte Bauzustandsanalyse des Gebäudes des Liechtensteinischen Landesspitals zur Kenntnis genommen. Ziel der Analyse war es, den baulichen Zustand der Anlage objektiv und umfassend zu beurteilen sowie die künftig zu erwartenden finanziellen Aufwendungen für die bestehende Infrastruktur abzuschätzen.
Die Analyse bestätigt, dass der Spitalbetrieb am heutigen Standort in Vaduz weiterhin sichergestellt werden kann. Gleichzeitig zeigt sie auf, dass für den Weiterbetrieb des Gebäudes bis 2036 Investitionen von mindestens CHF 5.9 Millionen notwendig sein werden. Abhängig von der weiteren Entwicklung können zusätzliche Kosten von rund CHF 4.2 Millionen anfallen.
Verschiedene technische Systeme an Altersgrenze
Das ursprüngliche Spitalgebäude wurde 1971 erstellt und seither mehrfach erweitert sowie an veränderte betriebliche Anforderungen angepasst. Entsprechend besteht die heutige Infrastruktur aus Bauteilen und technischen Anlagen unterschiedlichen Alters.
Gemäss Bauzustandsanalyse ist die bauliche Grundsubstanz des Gebäudes weiterhin gebrauchstauglich und tragfähig. Verschiedene technische Systeme nähern sich jedoch ihren Kapazitäts- beziehungsweise Altersgrenzen. Um den Betrieb bis zur geplanten Ablösung des heutigen Standorts durch einen Neubau sicherzustellen, sind für die kommenden zehn Jahre Investitionen von rund CHF 5.9 Millionen notwendig. Diese Investitionen dienen ausschliesslich der Aufrechterhaltung der Betriebs-, Patienten- und Versorgungssicherheit. Eine umfassende Modernisierung des Gebäudes oder eine Erreichung eines zeitgemässen Standards und Ambientes, wie sie bei heutigen Akutspitälern üblich sind, sind darin nicht enthalten.
Sollte sich die Ablösung des heutigen Standorts wesentlich verzögern, ist es gemäss der Analyse möglich, dass zusätzliche Investitionen erforderlich werden. Die Kosten dieser derzeit noch optionalen Massnahmen werden bis 2036 auf rund CHF 4.2 Millionen geschätzt.
Bei einer früheren Realisierung des Neubaus können erhebliche, insbesondere im späteren Betrachtungszeitraum anfallende Ersatz- und Erneuerungsinvestitionen vermieden werden. Sollte der bestehende Standort über das Jahr 2036 hinaus weiterbetrieben werden, ist nach Einschätzung der Experten mit überproportional steigenden Erhaltungsaufwendungen zu rechnen.
Grundlage für die weitere Planung
"Die Regierung wird die Ergebnisse der Bauzustandsanalyse in die weitere Investitions- und Projektplanung einbeziehen. Oberstes Ziel ist es, weiterhin eine gute medizinische Versorgung der Bevölkerung und einen sicheren Spitalbetrieb jederzeit zu gewährleisten", erklärt Gesundheitsminister Emanuel Schädler.
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Liechtensteinisches Landesspital
Jochen Steinbrenner
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06.10.2026
Regierung nimmt Bauzustandsanalyse über das Liechtensteinische Landesspital zur Kenntnis
Quelle Presseportal
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