Vaduz (ots) -
Die Finanzplanung beurteilt jährlich die mittelfristige Entwicklung des Staatshaushaltes für die kommenden vier Jahre. Die Finanzplanung 2027 bis 2030 wurde von der Regierung in ihrer Sitzung vom Dienstag, 22. September 2026, verabschiedet.
Positive Erfolgsrechnung über die Finanzplanperiode
Bei plankonformer Entwicklung der zugrunde gelegten Prämissen wird für die betrieblichen Erträge ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 1.8% erwartet. Diese erhöhen sich von CHF 1'011 Mio. im Voranschlag 2027 auf CHF 1'067 Mio. im Jahr 2030. Dies entspricht einer Zunahme von CHF 56 Mio. beziehungsweise 5.5% über die Finanzplanungsperiode. Zusätzliche Erträge werden insbesondere bei der Mehrwertsteuer, der Vermögens- und Erwerbssteuer sowie der Ertragssteuer erwartet. Für die betrieblichen Aufwendungen wird während der Finanzplanungsperiode von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 1.2% ausgegangen. Dadurch steigen die betrieblichen Aufwendungen bis zum Ende der Finanzplanungsperiode auf CHF 1'130 Mio. an. Beim Finanzergebnis wird über die Finanzplanungsperiode hinweg ein durchschnittlicher Finanzertrag von CHF 137 Mio. pro Jahr unterstellt. Unter Einbezug dieser Finanzergebnisse resultieren in der Erfolgsrechnung prognostizierte jährliche Ertragsüberschüsse zwischen CHF 58 Mio. und CHF 76 Mio.
Leicht rückläufige Bruttoinvestitionen und Mittelzufluss in der Gesamtrechnung
Die Bruttoinvestitionen gehen bei plankonformer Entwicklung über die Finanzplanungsperiode 2027 bis 2030 von CHF 105 Mio. auf CHF 96 Mio. zurück. Dieser Rückgang ist insbesondere auf den Abschluss der Umsetzung der Schulbautenstrategie zurückzuführen. Über die gesamte Finanzplanungsperiode beläuft sich das kumulierte Investitionsvolumen auf CHF 394 Mio. Unter Berücksichtigung der investiven Einnahmen von durchschnittlich CHF 12 Mio. pro Jahr ergeben sich kumulierte Nettoinvestitionen von CHF 347 Mio. Die Gesamtrechnung weist in sämtlichen Planjahren eine positive Mittelveränderung aus. Unter Einbezug des Finanzergebnisses resultiert über die Finanzplanungsperiode eine kumulierte Mittelzunahme von CHF 146 Mio.
Stabiler Staatshaushalt über die Finanzplanperiode
Wie die Gesamtrechnung zeigt, können bei plankonformer Entwicklung und unter Einbezug der Finanzergebnisse sowohl die laufenden Aufwendungen als auch die Investitionsausgaben vollständig gedeckt werden. Zudem werden vier der fünf finanzpolitischen Eckwerte eingehalten. Nicht erfüllt wird einzig Eckwert 5, welcher vorsieht, dass das Verhältnis zwischen Finanzvermögen und betrieblichem Aufwand am Ende der Finanzplanperiode innerhalb einer Bandbreite des Ein- bis Dreifachen liegt. Bei planmässiger Entwicklung übersteigt die Reservenhöhe am Ende der Finanzplanperiode das Dreifache des betrieblichen Aufwands. Der Aufbau der Reserven in den letzten Jahren ist dabei einerseits auf ein überdurchschnittliches Ertragswachstum und andererseits auf sehr gute Finanzergebnisse zurückzuführen. Die Überschreitung des Eckwerts 5 ist dabei Ausdruck der anhaltend soliden Finanz- und Ertragsentwicklung und kann als positive Abweichung von den finanzpolitischen Zielgrössen gewertet werden. Die hohe Reservenausstattung schafft eine robuste finanzielle Ausgangslage und finanziellen Handlungsspielraum für die kommenden Jahre, die von erheblichen Unsicherheiten geprägt sind.
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22.09.2026
Finanzplanung 2027 bis 2030 zeigt stabile Ergebnisse
Quelle Presseportal
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