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Arbeit im Jugend- und Frauenzentrum Nyashana in Mwanza, Tansania im Auftrag des Liechtensteinischen Entwicklungsdienst (von Johanna Sele)
Nyashana, die Ortschaft, wo das Zentrum gebaut wurde, liegt auf einem der vielen Hügel von Mwanza und ist eines der ärmsten Stadtteile. Es gibt keinen Stromanschluss und wenn der kleine Bach, welcher durch das Dorf fliesst, kein Wasser trägt, müssen die Frauen und Kinder das Wasser von weit her holen. Die Arbeitslosigkeit und der Alkoholkonsum sind hoch. Jugendliche haben keinen geeigneten Ort, um sich zu treffen. Jene, die nicht mehr zur Schule gehen oder nicht mehr zur Schule gehen können, meist aus finanziellen Gründen, wissen nicht, was sie mit ihrer Zeit anfangen sollen. Dies betrifft vor allem die Buben, Mädchen sind daheim oft eingespannt.
Die Idee, genau dort ein Zentrum für Jugendliche und Frauen zu gründen, kam von Pfarrer Raymond Manyanga. Er vertritt die Meinung, dass die Zukunft in den Händen der Jugendlichen und der Frauen liegt, ganz und gar. Das Projekt will diesen einen Ort zur Verfügung zu stellen, an welchem sie sich unter guten Bedingungen aufhalten, beschäftigen und weiterbilden können.
Im Auftrag des Liechtensteinischen Entwicklungsdienstes unterstütze ich seit November 2009 den Pfarrer im Aufbau des Zentrums. Zu meinen Hauptaufgabe gehören das Planen, Umsetzten und Betreuen der verschiedenen Projekte, administrative Arbeiten und die Beaufsichtigung der laufenden Bauarbeiten. Die Projekte beinhalten ein Haushaltlehrjahr für Frauen, eine Bibliothek für Oberstufenschülerinnen und Schüler, ein Montessori Kindergarten und die Ausbildung im Bereich „Natürliche Medizin“ sowie deren Produktion und Verkauf. Das Ziel ist es, die Projekte selbsttragend zu führen und die Leitung, unter der Aufsicht der Kirche, in die Hände der lokalen Bevölkerung zu geben.
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