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Der Migrationsdruck auf die westlichen
Staaten hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Liechtenstein vergibt daher bereits seit Längerem
namhafte Beiträge an Projekte zur Lösung der damit verbundenen Probleme. In Zusammenarbeit mit den umliegenden
Ländern leistet Liechtenstein dadurch einen solidarischen Beitrag zur Linderung der internationalen
Flüchtlings- und Migrationsproblematik. Die Internationale Flüchtlings- und
Migrationshilfe beschränkt sich nicht auf Personen, welchen im Sinne der UNO-Flüchtlingskonvention von
1951 Flüchtlingsstatus zukommt, sondern befasst sich auch mit der Problematik von Binnenvertriebenen
(Personen, die innerhalb eines Landes geflohen sind), Rückkehrenden, Staatenlosen und von anderen Personen
im Ausland, die des internationalen Schutzes bedürfen. Zentrales Anliegen der Internationalen Flüchtlings-
und Migrationshilfe ist die Unterstützung betroffener Personen bei der Verbesserung ihrer Lebensbedingungen,
der Förderung der selbstverantwortlichen Lebensführung und der optimalen Nutzung ihrer Potenziale.
Sie umfasst Massnahmen zur Integration von Rückkehrenden, inklusive Bildung, Gesundheit, Gemeinde- und
Gemeinschaftsentwicklung, Minderheitenschutz und Versöhnung. Weltweit setzt sich die internationale
Flüchtlings- und Migrationshilfe für die Verbesserung von Flüchtlings- und Migrationsregimen ein. Sie
unterstützt die Herkunfts- und Zielländer in der Suche nach dauerhaften Lösungen und dem Aufbau entsprechender
Strukturen, welche die Situation für die flüchtende oder migrierende Person langfristig verbessern sollen.
Ausserdem fördert sie die Einhaltung völkerrechtlicher, menschenrechtlicher und humanitärer Standards
im Zusammenhang mit der Migration und bekämpft menschenverachtende Praktiken wie Menschenschmuggel oder
Menschenhandel. Liechtenstein arbeitet eng mit dem UNO-Hochkommissariat
für
Flüchtlinge (UNHCR), aber auch mit der Schweizerischen Direktion für Entwicklungszusammenarbeit
(DEZA)
und mit Nichtregierungsorganisationen zusammen.
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