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In der Dokumentation (2875 KB) Gesundheit weiblich - Gesundheit männlich, einer in Kooperation mit den Nachbarländern organisierten Veranstaltungsreihe im Zeitraum von 2006 bis 2008, werden Referate der Fachwelt, der (Gesundheits-) Politik und einem interessierten Publikum zur Verfügung gestellt.
Gender Medizin ist eine Disziplin, die den Blick auf die bisher vernachlässigte Kategorie «Gender» schärft. In der Medizin, sei es in Forschung, Therapie oder Prophylaxe, steht zwar der Mensch im Mittelpunkt, doch sind es in der Realität Frauen und Männer mit ihrem biologischen und sozialen Geschlecht (gender), die die Angebote im Gesundheitsbereich beanspruchen. Das geht weit über die traditionellen Fachgebiete Gynäkologie und Urologie hinaus. Wenn Forschende, Pflegende, Ärztinnen und Ärzte, Personen in der Beratung und Präventionsarbeit ihre Kenntnisse über spezifische Unterschiede zwischen Männern und Frauen erweitern, verbessert dies die Qualität ihrer Arbeit erheblich.
Die Gender Medizin belegt dies inzwischen mit einer Fülle an Daten und Erkenntnissen. Angefangen bei der unterschiedlichen Lebenserwartung von Frauen und Männern in der westlichen Gesellschaft, über das gesundheitliche Risikoverhalten wie Sucht und Suizid, die Wirkung von Therapien, bis hin zur Diagnose oder dem Zugang zu gesundheitlichen Einrichtungen spielt der Geschlechterunterschied eine Rolle.
Nun gilt es, dieses Wissen in alle Fachbereiche der Medizin einfliessen zu lassen, aber auch in der Gesundheitspolitik die Weichen für die Zukunft richtig zu stellen.
Die Dokumentation kann kostenlos bei der Stabsstelle für Chancengleichheit bestellt werden.
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