|
«Protokoll ist, wenn es klappt und keiner weiss warum», titelte einst eine Zeitung. Das Protokoll sorgt dafür, dass offizielle Anlässe von Fürstenhaus, Regierung, Landtag und Gerichten reibungslos und in angenehmem Rahmen über die Bühne gehen. Ein Diplomat sprach ehedem von einem «Staatstheater», in welchem die Protokollmitarbeiter gleichzeitig Beleuchter, Souffleure und Kulissenschieber sind, mit dem Protokollchef als Regisseur.
Protokollarisches Handeln bedeutet, sich an eine in der internationalen Diplomatie gebräuchliche Zeichensprache zu halten, wobei durchaus Platz für nationale Eigenheiten ist. Wichtige Elemente sind beispielsweise der korrekte Einsatz staatlicher Symbole wie Flaggen, Wappen und Hymnen, die Respektierung von Rangfolgen (der sogenannten Préséance) und die richtige Anwendung von Anreden und Titeln. Das Protokoll sorgt mit den ihm zur Verfügung stehenden Instrumenten für eine angemessene und würdevolle Selbstdarstellung des Staates.
|