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Josef Rheinberger-Archiv, Vaduz


Das Josef Rheinberger-Archiv enthält Briefe, Tagebücher und Bild-Dokumente aus dem Leben des grossen Liechtensteinischen Komponisten (1839-1901). Weiters finden sich darin Notendrucke, Publikationen und Tondokumente. Einen detaillierten Überblick liefert das Findbuch mit über 230 Seiten.

Findbuch für das Josef Rheinberger Archiv: Katalogausdruck RhAV (550 kb) 

Findbuch über die Tonträger-Sammlung: Katalog RhAV C  (1 MB)

Das Verzeichnis der musikalischen Werke Josef Gabriel Rheinbergers hat Hans-Josef Irmen 1974 zusammengestellt. Es gliedert sich in
- Verzeichnis der mit Opuszahl erschienenen Werke 
- Verzeichnis der Werke ohne Opuszahl (WoO) 
- Verzeichnis der Jugendwerke (JWV) 

Harald Wanger erstellte aus den Musikschultagebüchern das Verzeichnis der Schüler von Josef Rheinberger, die er zwischen 1867 und 1901 in München unterrichtete (Signatur RhAV Da 12):
- Verzeichnis der Schüler von Josef Gabriel Rheinberger 

Mit Erlaubnis des Prisca-Verlages dürfen wir folgende neun Bände als PDF-Dokumente zugänglich machen:

Josef Gabriel Rheinberger: Briefe und Dokumente seines Lebens / hrsg. von Harald Wanger und Hans-Josef Irmen; Vaduz : Prisca-Verlag, 1982-1987
9 Bde. (Bd. 1: 339 S.; Bd. 2: 227 S.; Bd. 3: 240 S.; Bd. 4 231 S.; Bd. 5: 234 S.; Bd. 6: 223 S.; Bd 7: 215 S.; Bd. 8: 239 S.; B. 9: 214 S.)

Band I : Kindheit bis 9.5.1859 (1 MB)
Band II : 9.12.1859 - 16.1.1868 (1 MB)
Band III : 22.6.1868 - 12.7. 1870 (1 MB)
Band IV : 13.7.1870 - 31.12.1873 ; Anhang: "Thürmers Töchterlein" Rezensionen des Werkes in: Unterhaltungsblatt der "Neuesten Nachrichten" München, Nr 25 (1.5.1873) und "Allgemeine Musikalische Zeitung" Leipzig, Nr 26 (25.6.1873) (1 MB)
Band V : 1.1.1874 - 28.10.1884 ; Anhang: Musikalischer Brief "Lieber Johnnie" vom 11.1.1874. Fanny Rheinberger "Wagenfahrt über den Arlberg" (Entstehung unserer Legende Christophorus). Bericht über die Gesundheitsverhältnisse von Josef Rheinberger (1 MB)
Band VI : 13.12.1884 - 3.1.1893 ; Anhang: Franziska Rheinberger-v.Hoffnaass "Die Entstehung unserer Ballade Montfort". Fanny von Hoffnaass "Der lichte Stein". Eduard Stocker "Licht- und Schattenbilder aus dem Musikleben der Gegenwart". J.G.E. Stehle "Die Messen von Rheinberger (op. 151) und Pembaur (op. 39) in: "Der Chorwächter 1888, 18. Jg. Rheinberger - Zwei Orgelgutachten. Katalog der Bibliothek Josef Rheinbergers. "Sehnsucht" - Fanny’s letztes Gedicht (1 MB)
Band VII : 26.1.1893 - 11.12.1901 ; Anhang: Adolf Sandberger. - "Joseph Rheinberger / Necrolog" in: Beilage zur Allgem. Zeitung vom 28.11.1901/Nr 278. Josef Rheinberger - Mein Testament / 3. Januar 1900 (Faksimile) (1 MB)
Band VIII : Briefe an Henriette Hecker 20.8.1900 - November 1901 (11 MB)
Band IX : Register ; Addenda zu Bd III, S. 77-83 (1 MB)

Zur Geschichte des Josef Rheinberger-Archivs

Der Vaduzer Bürger Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901) war zu seiner Zeit einer der bedeutendsten Komponisten in Europa. Um das musikalische Werk Rheinbergers zu pflegen, wurde 1944 aufgrund einer Initiative von Severin Brender und Walter Kaufmann das Josef Rheinberger-Archiv in Vaduz gegründet. Es erhielt von der Familie Rheinberger bedeutende Leihgaben (Briefe an die Familie, Fotos, Erinnerungsstücke usw.) zur Aufbewahrung. Der Staat unterstützte den Aufbau einer Rheinberger-Dokumentation mit erheblichen finanziellen Mitteln (Ankauf von gedruckten Notenwerken, Schallplatten, Musikkassetten, CDs und Publikationen). Vereinzelt konnten auch Handschriften erworben werden. Der grösste Teil des eigentlichen musikalischen Nachlasses befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek in München.

In einer ersten Phase bis in die 1960er Jahre bestand der Schwerpunkt der Tätigkeiten des Archivs im Sammeln von Notenwerken und Literatur. Nachdem Harald Wanger 1960 die Leitung des Archivs übernommen hatte, verlagerte sich der Schwerpunkt mehr und mehr auf die Förderung von wissenschaftlichen Publikationen und die Unterstützung von Aufführungen der Werke Rheinbergers. So erschien zwschen 1982 und 1986 die neunbändige Ausgabe mit Briefen und Dokumenten Josef Rheinbergers, ediert von Harald Wanger und Hans-Josef Irmen. 1988 begann die wissenschaftliche Gesamtedition der Werke des Komponisten in Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Carus-Verlag. Diese wurde 2009 abgeschlossen und besteht aus insgesamt 48 Bänden und drei Supplementbänden. 1989 wurde aus Anlass des 150. Geburtstags Rheinbergers in Vaduz und Berlin eine grosse Ausstellungen gezeigt. 2001 gab es eine Reihe von Veranstaltungen in Liechtenstein, der Schweiz und in Deutschland aus Anlass seines 100. Todestages.
Im März 2003 gründete sich in Vaduz die Internationale Josef-Gabriel Rheinberger-Gesellschaft (IRG), deren Ziel die Verbreitung und Förderung des Werkes des grossen liechtensteinischen Komponisten ist.

Bis 1998 war das Rheinberger-Archiv eine selbstständige Institution, die jedoch keinen klaren rechtlichen Status hatte. Nach der Pensionierung von Harald Wanger wurde der gesamte Aufgabenbereich neu organisiert: Die Betreuung der Archivalien wurde dem Liechtensteinischen Landesarchiv übertragen. Für die wissenschaftliche Bearbeitung der Gesamtausgabe wurde eine eigene Rheinberger-Editionsstelle beim Carus-Verlag geschaffen.

Das Josef Rheinberger-Archiv wurde 1998 dem Liechtensteinischen Landesarchiv eingegliedert. Bis Dezember 2000 wurde die Sammlung erschlossen. Seither wird sie fortlaufend um Notendrucke, Publikationen und Tondokumente ergänzt. Durch die Veröffentlichung des Katalogausdrucks (gesamt: 233 Seiten) im Internet soll der Bestand Josef Rheinberger-Archiv einem breiten Nutzerkreis zugänglich gemacht werden.

Die Rheinberger-Gesamtausgabe ist über den Carus-Verlag, Stuttgart, zu beziehen.

Rheinberger-Gesamtausgabe
Editionsstelle
Carus-Verlag GmbH
Sielminger Str. 51
D-70771 Leinfelden-Echterdingen
Tel. (+49) (0)711 - 797 330 14 / Fax (+49) (0)711 - 794 29 64
E-Mail: info@rheinberger-edition.de
Homepage: http://www.rheinberger-edition.de/

                         

 

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