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Einsatzmöglichkeiten des lisign Pakets
lisign ermöglicht es Ihnen,
- sich auf dem Verwaltungsportal der Landesverwaltung anzumelden (Login),
- personenbezogene Daten abzufragen,
- persönliche Dokumente zu empfangen,
- Kommunikationsdaten wie zum Beispiel E-Mailadresse oder Telefonnummer selber online zu erfassen und zu aktualisieren und
- von der automatischen Vorbefüllung von Anträgen mit persönlichen Daten zu profitieren.
Mit lisign können Sie zudem
- Anträge an die Landesverwaltung bei der Online-Einreichung rechtsgültig elektronisch signieren (unterzeichnen),
- Dokumente lokal auf Ihrem Computer rechtsgültig elektronisch signieren (unterzeichnen),
- erhaltene signierte Dokumente prüfen und
- beliebige Dokumente oder Daten verschlüsseln.
Die Einsatzmöglichkeiten des lisign Pakets im Verkehr mit der Landesverwaltung werden sukzessive weiter ausgebaut.
Das lisign Paket kann nicht nur im Verkehr mit der Landesverwaltung, sondern grundsätzlich auch ganz allgemein in privaten und geschäftlichen Bereichen (z.B. Kunde mit Firma, Firma mit Firma) eingesetzt werden.
Bestehende Nachteile, die mit der gewohnten Handunterschrift auf Papierdokumenten einhergehen, fallen mit lisign weg:
- Die Identität der Person, die ein Papierdokument unterzeichnet hat, lässt sich nicht eindeutig feststellen.
- Änderungen, die auf einem Papierdokument nach dem Unterzeichnen vorgenommen wurden (unabsichtlich oder absichtlich), sind kaum erkennbar.
- Mehrseitige Papierdokumente müssen auf jeder Seite unterzeichnet werden - bei der elektronischen Signatur genügt eine einzige Signatur für das gesamte Dokument, unabhängig von seinem Umfang.
- Wenn ein Papierdokument in mehreren Exemplaren verteilt werden soll, muss jedes Exemplar einzeln unterzeichnet werden - bei elektronisch signierten Dokumenten genügt eine einmalige Signatur.
Bitte beachten Sie auch die allgemeinen Empfehlungen im letzten Abschnitt.
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Praktische Beispiele
Beispiel 1: Öffentliche Veranstaltung
Der Sportclub Schaan führt zwei Mal im Jahr eine öffentliche Veranstaltung mit Sport und Unterhaltung durch. Dazu ist jeweils eine Anmeldung bei der Landesverwaltung zwecks Regelung der Strassensperrung, Verkehrsregelung und weitere Leistungen behördlicher Instanzen erforderlich. Der Sportclub Schaan geht so vor:
- Der Chef des Organisationskomitees meldet sich am Portal der Landesverwaltung (www.llv.li) an mit Eingabe des 6-stelligen PIN-Code, füllt das Onlineformular „Antrag für Aufführbewilligung“ aus, signiert das Formular elektronisch mit Eingabe des 6-stelligen PIN-Code, und reicht es online ein.

Die Vorteile von „lisign“ in diesem Beispiel sind:
- Das Formular wird automatisch mit den personenbezogenen Daten des Antragstellers vorbefüllt

- Alle erforderlichen Angaben sind im Formular enthalten

- Papierausdruck und Postversand entfallen

- Die Antragseinreichung erfolgt sehr schnell

- Der Antrag wird automatisch und direkt dem massgebenden Sachbearbeiter zugestellt

- Die Daten werden automatisch über eine verschlüsselte Internetverbindung übertragen

- Der Sender erhält alle Daten des eingereichten Antrages mitsamt Eingangsbestätigung

- Die Antragsdaten können gespeichert, beim nächsten Mal geladen, wo nötig aktualisiert und wieder eingereicht werden

Beispiel 2: Fahrzeug-Kontrollschild
Berta Bianchi aus Balzers ist viel mit ihrem Auto unterwegs. Im Laufe der Zeit sind die Kontrollschilder fast unlesbar geworden, weshalb sie neue bestellen will. Berta Bianchi geht so vor:
- Sie füllt das Onlineformular „Kontrollschild Bestellschein“ auf der Internetseite der Landesverwaltung (www.llv.li) aus, signiert das Formular elektronisch mit Eingabe des 6-stelligen PIN-Code, und reicht es online ein.

Die Vorteile von „lisign“ in diesem Beispiel sind:
- Alle erforderlichen Angaben sind im Formular enthalten

- Papierausdruck und Postversand entfallen

- Die Bestellung erfolgt sehr schnell

- Die Bestellung wird automatisch und direkt dem massgebenden Sachbearbeiter zugestellt

- Die Daten werden automatisch über eine verschlüsselte Internetverbindung übertragen

- Der Sender erhält alle Daten der eingereichten Bestellung mitsamt Eingangsbestätigung

Einsatzmöglichkeiten im Verkehr zwischen Firma und Kunde, Firma und Firma, innerhalb einer Organisation
Beispiel 3: Auftrag an Handwerker
Moritz Meier aus Mauren hat von seinem Küchenbauer per E-Mail eine detaillierte Offerte für den Umbau der bestehenden Küche sowie einen vorbereiten Auftrag (als PDF-Dokument) erhalten, den er lediglich noch unterschreiben muss. Das Angebot sagt ihm zu, und er möchte dem Küchenbauer möglichst rasch den Auftrag erteilen. Da Moritz Meier das lisign Paket besitzt, kann er rechtsgültig elektronisch unterschreiben. So geht er vor:
- Moritz Meier signiert den Auftrag, der bereits als PDF-Dokument vorliegt, elektronisch, indem er im Windows Explorer auf der PDF-Datei die rechte Maustaste drückt, ‚OpenLimit’ > ‚PDF signieren’ wählt und den Signierdialog mit Eingabe des 6-stelligen PIN-Code durchläuft.
- Das signierte PDF-Dokument sendet er per E-Mail an den Küchenbauer.
Der Küchenbauer freut sich über den auf elektronischem Weg erhaltenen Auftrag und prüft zur Sicherheit noch die elektronische Signatur im PDF-Dokument. So geht er vor:
- Fall a) Wenn der Küchenbauer ebenfalls das lisign Paket besitzt, öffnet er das PDF-Dokument und sieht auf seinem Bildschirm nach wenigen Sekunden das positive Ergebnis der Signaturprüfung.
- Fall b) Wenn der Küchenbauer nicht über das lisign Paket verfügt, benützt er die Online-Signaturprüfung auf der Internetseite der Landesverwaltung (www.lisign.llv.li > Signaturprüfung) und weiss daraufhin ebenfalls, dass die Signatur in Ordnung ist.

Die Vorteile von „lisign“ in diesem Beispiel sind:
- Moritz Meier kann sich den Papierausdruck sparen

- Moritz Meier muss keinen Brief versenden

- Moritz Meier kann den Auftrag rasch und einfach erteilen

- Der Küchenbauer erhält den Auftrag sehr schnell

- Der Küchenbauer erhält im Rahmen der Signaturprüfung die Gewissheit, dass effektiv der Auftraggeber unterschrieben hat

Beispiel 4: Vertrag mit Cateringfirma
Petra Patsch aus Planken, Geschäftsführerin eines mittelgrossen Produktionsbetriebes, hat sich entschieden, für spezielle Kundenanlässe in den nächsten zwei Jahren mit einer bestimmten Cateringfirma zusammen zu arbeiten. Sie will dazu eine klare vertragliche Grundlage haben. Auch die Cateringfirma will sicher sein, dass die Auftraggeberin die Dienstleistungen im vorgeschlagenen Umfang wirklich in Anspruch nehmen will. Deshalb wird ein Vertrag aufgesetzt, der von beiden Parteien zu unterzeichnen ist. Beide haben bereits ein lisign Paket. Petra Patsch und die Cateringfirma gehen so vor:
- Die Cateringfirma generiert ein Vertragsdokument im PDF-Format, indem sie bei der Druckerauswahl „PDF-Drucker“ wählt, druckt und die generierte PDF-Datei speichert.
- Die zeichnungsberechtigte Person der Cateringfirma signiert das PDF-Dokument elektronisch, indem sie im Windows Explorer auf der PDF-Datei die rechte Maustaste drückt, ‚OpenLimit’ > ‚PDF signieren’ wählt und den Signierdialog mit Eingabe des 6-stelligen PIN-Code durchläuft.
- Die Cateringfirma sendet das elektronisch signierte PDF-Dokument an Petra Patsch.
- Petra Patsch signiert ihrerseits das bereits signierte PDF-Dokument.
- Das nun mit zwei elektronischen Signaturen versehene PDF-Dokument sendet sie wiederum an die Cateringfirma.
Beide Vertragsparteien haben jetzt und auch zu einem späteren Zeitpunkt die Möglichkeit, die elektronischen Signaturen des Vertrages zu prüfen und damit auch festzustellen, ob der Vertragsinhalt nicht nachträglich verändert wurde. Dabei gehen sie so vor:
- Fall a) Wenn der Mitarbeiter der Cateringfirma oder des Produktionsbetriebes, der die Prüfung machen will, das lisign Paket besitzt, öffnet er das PDF-Dokument und sieht auf seinem Bildschirm nach wenigen Sekunden das positive Ergebnis der Signaturprüfung.
- Fall b) Wenn der Mitarbeiter nicht über das lisign Paket verfügt, benützt er die Online-Signaturprüfung auf der Internetseite der Landesverwaltung (www.lisign.llv.li > Signaturprüfung) und weiss daraufhin ebenfalls, dass die Signatur in Ordnung ist.

Die Vorteile von „lisign“ in diesem Beispiel sind:
- Es können zwei Papierausdrucke gespart werden

- Es braucht zwei Briefversände weniger

- Der Unterzeichnungsprozess lässt sich innert Minuten abwickeln

- Beide Vertragsparteien können aufgrund des signierten Vertrages sofort, aber auch zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt nachweisen, welchen Vertragsinhalt sie unterzeichnet haben

Beispiel 5: Vorstandsbeschluss
Anlässlich der Vorstandssitzung der Vereinigung liechtensteinischer Pferdezüchter wird der Beschluss gefasst, für die geplante Öffentlichkeitsarbeit einen relativ hohen Betrag aus dem Vermögen der Vereinigung einzusetzen. Da gemäss Reglement der Vereinigung solche Beschlüsse nur einstimmig gefasst werden können, muss das Sitzungsprotokoll von allen Vorstandsmitgliedern unterzeichnet werden. Mit Ausnahme von einem Vorstandsmitglied haben alle ein lisign Paket. Der Vorstand geht so vor:
- Das Vorstandsmitglied ohne lisign Paket unterschreibt auf dem ausgedruckten Protokoll handschriftlich, scannt anschliessend das unterschriebene Protokoll ein und generiert daraus ein PDF-Dokument, indem es bei der Druckerauswahl „PDF-Drucker“ wählt, druckt und die generierte PDF-Datei speichert (oder direkt im Scan-Programm als Datenformat PDF wählt).
- Das PDF-Dokument wird dem nächsten Vorstandsmitglied elektronisch zugestellt.
- Das nächste Vorstandsmitglied signiert seinerseits das PDF-Dokument, in dem es im Windows Explorer auf der PDF-Datei die rechte Maustaste drückt, ‚OpenLimit’ > ‚PDF signieren’ wählt und den Signierdialog mit Eingabe des 6-stelligen PIN-Code durchläuft.
- Das PDF-Dokument wird an das nächste Vorstandsmitglied weitergeleitet, welches seinerseits das bereits signierte Dokument signiert, und so weiter.
- Nachdem alle Vorstandmitglieder signiert haben, wird das Protokoll in PDF-Form archiviert und nach Bedarf den Mitgliedern zur Verfügung gestellt.

Die Vorteile von „lisign“ in diesem Beispiel sind:
- Es können mehrere Papierausdrucke gespart werden

- Es braucht weniger Briefversände

- Der Unterzeichnungsprozess lässt sich innert sehr kurzer Zeit abwickeln

- Das signierte Protokoll lässt sich direkt in ein elektronisches Archiv übernehmen

Beispiel 6: Vertraulicher Strategieentwurf
Thomas Tornelli aus Triesen, Geschäftsleiter (CEO) eines bekannten Dienstleistungsunternehmens, hat vom Verwaltungsrat den Auftrag zur strategischen Neuausrichtung erhalten. Nach mehreren Vorgesprächen liegt ein erster Entwurf der neuen Strategie vor. Um diesen noch streng vertraulichen Entwurf an den dreiköpfigen Strategieausschuss zu verteilen, geht Thomas Tornelli so vor:
- Thomas Tornelli verschlüsselt das auf dem Computer gespeicherte Strategie-Dokument derart, dass es nur noch von den Mitgliedern des Strategieausschusses eingesehen werden kann, indem er im Windows Explorer auf der Strategie-Datei die rechte Maustaste drückt, ‚OpenLimit’ > ‚Datei verschlüsseln’ wählt, den Signierdialog durchläuft und dazu allenfalls noch fehlende Verschlüsselungszertifikate importiert. Er braucht dazu keine PIN-Codes.
- Das verschlüsselte Strategie-Dokument (Dateityp PKCS#7, Dateiendung .p7m) versendet er über das Firmennetzwerk oder per E-Mail an die Mitglieder des Strategieausschusses.
- Jeder Empfänger des verschlüsselten Strategie-Dokumentes, für den es verschlüsselt wurde, entschlüsselt das Dokument, um es lesen zu können, indem er im Windows Explorer auf der Strategie-Datei die rechte Maustaste drückt, ‚OpenLimit’ > ‚Datei entschlüsseln’ wählt und im Entschlüsselungsdialog seinen persönlichen, 4-stelligen Entschlüsselungs-PIN-Code eingibt.

Die Vorteile von „lisign“ in diesem Beispiel sind:
- Das vertrauliche Dokument kann problemlos elektronisch verteilt werden, ohne ein unerwünschtes Mitlesen des Dokumentinhaltes befürchten zu müssen

- Das Verschlüsseln für eine kleine Zahl von Empfängern ist sehr einfach und schnell

- Es müssen keine geheimen Passwörter übermittelt werden (jede Person braucht nur seinen eigenen PIN-Code)

- Das Verschlüsseln funktioniert mit jedem beliebigen Original-Dokumentformat (MS Word, Powerpoint, PDF, Bilddatei, usw.)

Allgemeine Empfehlungen
Abstimmung mit Kommunikationspartner
Bei der erstmaligen Kommunikation auf elektronischem Weg mit einem privaten oder geschäftlichen Partner (sei dies eine Privatperson, eine Firma oder eine andere Organisation) empfiehlt es sich, den jeweiligen Kommunikationspartner (z.B. Empfänger eines elektronisch signierten Dokumentes) darüber zu orientieren.
In gewissen geschäftlichen Beziehungen kann es zudem sinnvoll sein, die (gegenseitige) Akzeptanz von „lisign“ für die Kommunikation zu vereinbaren, damit die damit verbundenen Vorteile durchgängig genutzt werden können.
Dokumentformat PDF
Ein elektronisches Dokument, das von einer anderen Person signiert werden soll, wird vom Ersteller des Dokumentes am besten im Dokumentformat PDF (für eine spätere Archivierung PDF/A) bereitgestellt. Mit einem PDF-Dokument bekommt die Person, welche signieren soll, ein Dokument, das problemlos lesbar ist und dessen Inhalt unverändert dargestellt wird. Zudem kann die elektronische Signatur sichtbar in das PDF-Dokument an die gewünschte Stelle eingefügt werden.
Kombination von händischen Unterschriften und elektronischen Signaturen
Wenn ein Dokument von verschiedenen Personen unterzeichnet werden muss, von denen nur ein Teil über die Möglichkeit der elektronischen Signatur verfügt, so sollte folgende Reihenfolge beachtet werden:
- Zuerst werden auf einem Papierexemplar alle händischen Unterschriften eingefügt.
- Dann wird das mit allen händischen Unterschriften ergänzte Papierexemplar eingescannt und in ein PDF-Dokument umgewandelt.
- Schliesslich werden ins PDF-Dokument alle elektronischen Signaturen eingefügt.
Durch die Reihenfolge 1. händisch und 2. elektronisch ist gewährleistet, dass die elektronischen Signaturen später auch wieder geprüft werden können.

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