Was ist Mobbing? Unter
Mobbing werden feindselige Verhaltensweisen unter Kolleginnen und Kollegen oder zwischen Vorgesetzten
und Mitarbeitern verstanden.Die Situation ist dadurch
gekennzeichnet, dass - die angegriffene Person
unterlegen ist,
- die Angriffe von einer oder mehreren Personen
systematisch und über einen längeren Zeitraum erfolgen,
- diese
mit dem Ziel oder dem Effekt der Ausgrenzung stattfinden und
- die
betroffene Person sich hierdurch bedroht oder diskriminiert fühlt
Wie
entsteht Mobbing? Bedingungen im Unternehmen, die Mobbing
begünstigen können:- wenig transparente Betriebsabläufe
- stark
hierarchische Organisationsstrukturen
- viele Mängel im internen
Informationssystem
- Defizite im Führungsverhalten
- unzureichende
Abgrenzung von Kompetenz- und Aufgabenbereichen
- Mängel in
der Personalpolitik
- unzureichende Streit- und Konfliktkultur
- Reorganisationsmassnahmen
und grosser Konkurrenz- und Leistungsdruck
Persönliche
Motive des Mobbers- Antipathie, Neid, Eifersucht
- Angst
um den Arbeitsplatz / Verlust der Position
- Frustableitung
oder Rache
- "Bestrafung" des Mobbingopfers wegen
abweichenden
Verhaltens (fremde Kultur, Arbeitsstil etc.)
Die
Verletzung der Psyche macht krank …denn Mobbing führt
als psychische Belastung über körperliche Prozesse zu psychosomatischen Erkrankungen. Da die seelische
Verfassung oft langfristig unter den Attacken der Mobber leidet, können die körperlichen Beschwerden
chronisch werden.Jeder Mensch reagiert anders auf Probleme
– entsprechend lang ist auch die Liste der psychischen und physischen Folgen. Magenprobleme, Schlaf-
und Konzentrationsstörungen bis hin zu schweren Depressionen sind mögliche Reaktionen auf Mobbing-Attacken.
Und nimmt der oder die Betroffene keine Hilfe in Anspruch, so kann Mobbing sogar Suchtkrankheiten, Frühverrentung,
den wirtschaftlichen Abstieg oder im schlimmsten Fall Suizid zur Folge haben. Die
Folgen von Mobbing Arbeitgeber können es sich nicht
leisten wegzuschauen, wenn in Ihrem Unternehmen gemobbt wird. Denn über kurz oder lang ist Ihre Wettbewerbsfähigkeit
betroffen, durch- Fehlzeiten – denn gemobbte
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind häufiger krank
- Fluktuation
– denn Mobbing-Opfer kündigen häufiger
- geringere Arbeitsleistung
– denn die Motivation und Kreativität der Betroffenen lässt nach
- Imageschäden
– denn spricht sich das "Mobbing-Klima" herum, leidet das Ansehen des
Unternehmens in der Öffentlichkeit
- sinkendes
Know-how – denn qualifizierte Arbeitskräfte sind schwer zu ersetzen
Neben
den unmittelbaren Folgen durch Krankheit und Fehlzeiten trägt die Gesellschaft auch die Kosten für Heilbehandlungen
und Rehabilitationskuren sowie der Frühverrentung und Arbeitslosigkeit. Experten schätzen die volkswirtschaftlichen
Folgekosten von Mobbing auf mehrere Milliarden Franken jährlich. Mobbing
schadet dem gesamten Unternehmen.Der volkswirtschaftliche Schaden ist gross. Was
tun gegen Mobbing? Als Betroffene(r):- Ärger
und Kummer nicht verschweigen, sondern frühzeitig versuchen, ein Gespräch mit dem Mobber zu führen
- Unterstützung
bei Kollegen und / oder Vorgesetzten einholen
- innerbetriebliche
Beratungsangebote wahrnehmen (Personal- / Schwerbehindertenvertretung, Gleichstellungsbeauftragte, soziale
Ansprechpartner etc.)
- externe Beratungsangebote nutzen
Tipps
für den Umgang mit Mobbing- Mobbing-Handlungen
zur Beweisbarkeit in einem Tagebuch festhalten (beispielsweise mit Datum, Zeit, Zeugen, Auswirkungen)
- Angriffe
sichtbar und für andere nachvollziehbar machen
- Stress-Bewältigungsstrategien
erlernen (Entspannungsübungen, Sport etc.)
- Kraftquellen erschliessen
(Freizeitaktivitäten, Gespräche mit Familie und Freunden)
|