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Fragen und Antworten


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ABFALL
Was gehört beim Hausmüll nicht in den Kehricht?
Wie entsorge ich Abbruchholz?

ALTLASTEN
Was ist ein belasteter Standort?
Was ist eine Altlast?
Wie ist das Vorgehen bei einer Altlast?

STÖRFALLVORSORGE
Was beinhaltet das Störfallgesetz?
Welche Betriebe fallen unter die Störfallgesetzgebung?

STOFFE UND ZUBEREITUNGEN
Was muss ich beim Umgang mit gefährlichen Stoffen beachten?
Wann und wo darf Gülle ausgetragen werden?

IONISIERENDE STRAHLUNG
Was muss ich bei einer zu hohen Radonbelastung beachten?
Wie kann eine Radon-Messung durchgeführt werden?

WASSERWIRTSCHAFT
Wie ist die chemisch-biologische Qualität und Härte des Trinkwassers?
Wie wird unser Abwasser gereinigt? Wer ist dafür zuständig?
Was ist bei einer Gewässerverschmutzung zu tun?
Welche Ziele hat das Entwicklungskonzept Alpenrhein der Internationalen Regierungskommission Alpenrein (IRKA)?
Wo bekomme ich Daten zu Niederschlag, Abfluss und Grundwasserstände?

TRANSPORT GEFÄHRLICHER GÜTER AUF DER STRASSE
Wann benötigt ein Unternehmen einen Gefahrgutbeauftragten?
Was sind Gefahrgüter?

TANKANLAGEN
Wer benötigt ein Tankbuch?
Muss bei Kunststofftanks auch eine Revision durchgeführt werden?
Tankrevision versus Innenreinigung des Tankes?
Wer muss die Revision durchführen?
Auf was ist bei der Entsorgung eines erdverlegten Heizöl-/Dieselöl-/Benzintanks zu achten?

ERDSONDEN
Wo ist der Einsatz von Erdsonden möglich?
Ist eine Erdsondenanlage bewilligungspflichtig?
Bis zu welcher Tiefe können Erdsondenbohrungen erstellt werden?
Was passiert auf der Trennlinie zwischen zulässigem und nicht zulässigem Bereich?

UMWELTVERTRÄGLICHKEITSPRÜFUNG
Wann muss ich eine UVP machen?
Was muss ich bei einer UVP machen?
Wie sieht das UVP Verfahren aus?
Wie lange dauert eine UVP Verfahren?
Wann ist das UVP Verfahren abgeschlossen?





ABFALL
Was gehört beim Hausmüll nicht in den Kehricht?
Getrennt zu entsorgen sind Sonderabfälle wie Batterien, Altöl, Speiseöle, Farben, Medikamente, Leuchtstoffröhren, etc., welche auf den Altstoffsammelstellen der Gemeinden, teilweise auch der Verkaufsstelle oder an den zwei Mal jährlich stattfindenden Separatsammlungen für Sonderabfälle abgegeben werden können. Des Weiteren ist es ökologisch sinnvoll, Sekundärrohstoffe, welche für das Recycling besonders geeignet sind, wie Papier, Eisen, Aluminium, Glas, etc. auf die Altstoffsammelstellen der Gemeinden zu führen. Papier und Karton werden zudem in einigen Gemeinden regelmässig mit der Altpapiersammlung direkt vor der Haustüre abgeholt.

Ebenfalls nicht in den Kehricht gehören Grünabfälle. Organische Küchenabfälle sollen, sofern keine Möglichkeit zur Kompostierung im eigenen Garten besteht, mit der Grünabfuhr entsorgt werden. Grünabfälle aus dem Garten können ausserdem auf die Gemeindekompostierplätze gebracht werden.

Wie entsorge ich Abbruchholz?
Abbruchholz ist fachgerecht beim Altholzhändler, in Sortieranlagen oder in der Kehrichtverbrennungsanlage zu entsorgen. Bewilligte Entsorgerbetriebe finden Sie auf dem Entsorgungswegweiser.

ALTLASTEN

Was ist ein belasteter Standort?
Belastete Standorte sind betriebene oder stillgelegte Ablagerungsstandorte (Deponien) sowie Betriebs- und Unfallstandorte, an denen Abfälle abgelagert wurden oder versickerten.

Was ist eine Altlast?
Altlasten sind belastete Standorte, die zu schädlichen oder lästigen Einwirkungen auf die Umwelt führen oder bei denen die konkrete Gefahr dazu besteht. Bei Altlasten besteht Sanierungs- oder Überwachungsbedarf.

Wie ist das Vorgehen bei einer Altlast?
Im ersten Schritt wird eine historische Untersuchung durchgeführt. In einer zweiten Etappe folgt dann die Erstellung eines Pflichtenheftes für die anschliessende technische Untersuchung.

STÖRFALLVORSORGE

Was beinhaltet das Störfallgesetz?
Die Störfallgesetzgebung dient dem Schutz der Bevölkerung und der Umwelt vor schweren Schäden beim Betrieb von Anlagen mit chemischen oder biologischen Gefahrenpotenzialen oder beim Transport gefährlicher Güter.

Welche Betriebe fallen unter die Störfallgesetzgebung?
Jeder Betrieb, der mit gefährlichen Stoffen umgeht und die Mengenschwellen überschreitet, ist verpflichtet, entsprechende Massnahmen zur Reduktion von Gefahrenpotenzialen umzusetzen. Die Inhaber von Betrieben und Verkehrswegen müssen die erforderlichen Sicherheitsmassnahmen in eigener Verantwortung treffen. Diese sind unter Berücksichtigung des Gefahrenpotenzials und des aktuellen Fachwissens zu treffen.

STOFFE UND ZUBEREITUNGEN

Was muss ich beim Umgang mit gefährlichen Stoffen beachten?
Beachten Sie bei gefährlichen Stoffen die Warnaufschriften auf der Verpackung und befolgen Sie die Gebrauchsanweisung (Schutzausrüstung usw.). Detaillierte Angaben entnehmen Sie dem Sicherheitsdatenblatt. Bewahren Sie gefährliche Stoffe nur in Originalgebinden (Verwechslungsgefahr) und ausser Reichweite von Kindern unter Verschluss auf. Legen Sie keine Vorräte an. Entsorgen Sie gefährliche Stoffe, die Sie nicht mehr benötigen, vorschriftsgemäss (Verkaufsstelle oder Separatsammlung für Sonderabfälle).

Wann und wo darf Gülle ausgetragen werden?
Das Ausbringen von Gülle auf wassergesättigten, gefrorenen oder schneebedeckten Böden ist verboten.

IONISIERENDE STRAHLUNG (RADON)

Was muss ich bei einer zu hohen Radonbelastung beachten?
Einige Prozent der Lungenkrebserkrankungen sind auf Radon zurückzuführen. Es ist nach dem Rauchen die häufigste Ursache für Lungenkrebs. Durch eine Messung kann die Radonbelastung festgestellt werden. Bei zu hoher Belastung ist eine Sanierung unter Anleitung eines Fachexperten durchzuführen. Das Amt für Umweltschutz kann für Beratung und Vermittlung beigezogen werden.

Wie kann eine Radon-Messung durchgeführt werden?
Die Messung erfolgt während der Heizperiode und wird in den am tiefsten gelegenen Wohn- und Kellerräumen durchgeführt. Sie dauert in der Regel drei Monate. Die Kosten liegen bei ca. Fr. 70.-- inklusive Auswertung. Eine Liste der anerkannten Messstellen finden Sie hier.

WASSERWIRTSCHAFT

Wie ist die chemisch-biologische Qualität und Härte des Trinkwassers?
Liechtensteins Trinkwasser ist ein Naturprodukt von erster Güte. Mehr über die Wasserqualität an Ihrem Wohnort erfahren Sie unter www.wasserqualitaet.ch oder bei den Wasserwerken.

Wie wird unser Abwasser gereinigt? Wer ist dafür zuständig?
Unsere Abwässer werden in der Kläranlage Bendern gereinigt und danach in den Alpenrhein eingeleitet. Die Anlage wird vom Abwasserzweckverband der Gemeinden Liechtensteins (AZV) betrieben.

Was ist bei einer Gewässerverschmutzung zu tun?
Benachrichtigen Sie sofort die Landespolizei (Tel. 117) und geben Sie an, wo und was genau geschehen ist oder festgestellt wurde. Die Landespolizei verständigt die weiteren involvierten Stellen.

Welche Ziele hat das Entwicklungskonzept Alpenrhein der Internationalen Regierungskommission Alpenrein (IRKA)?
Das Entwicklungskonzept Alpenrhein vom Dezember 2005 zielt auf die nachhaltige Entwicklung des mit dem Talraum verbundenen Lebens- und Wirtschaftsraumes ab. Im Zentrum steht dabei der Hochwasserschutz im Einklang mit den ökologischen Zielsetzungen.

Wo bekomme ich Daten zu Niederschlag, Abfluss und Grundwasserständen?
Aktuelle Daten sind hier abrufbar. Weitere Auskünfte erhalten Sie bei Egon Hilbe, Abteilungsleiter Wasserwirtschaft.

TRANSPORT GEFÄHRLICHER GÜTER AUF DER STRASSE

Was sind Gefahrgüter?
Gefahrgüter sind Stoffe, Erzeugnisse und Gegenstände, welche im ADR (Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Strasse) als solche aufgeführt sind.

Wann benötigt ein Unternehmen einen Gefahrgutbeauftragten?
Wenn die Tätigkeit des Unternehmens die Beförderung gefährlicher Güter auf der Strasse oder das mit der Beförderung zusammenhängende Verladen oder Entladen (Transportfirmen) umfasst.

TANKANLAGEN

Wer benötig ein Tankbuch?
Jeder Inhaber einer Tankanlage (sprich Öltank, Dieseltank, Benzintank, Altöltank, Chemikalientank), mit einem Tankinhalt grösser oder gleich 450 Liter. Es handelt sich dabei um Anlagen, die entweder melde- oder bewilligungspflichtig sind.

Muss bei Kunststofftanks auch eine Revision durchgeführt werden?
Ja. Die Revisionspflicht ist abhängig von der Grösse der Anlage. Von einer Revision ausgeschlossen sind Kunststofftank-Anlagen bis 4000 Liter Inhalt.

Wer muss die Revision durchführen?
Ein vom Amt für Umweltschutz anerkanntes Unternehmen. Eine Liste finden Sie hier.

Tankrevision versus Innenreinigung des Tankes?
Die Tankrevision beinhaltet eine Reihe von Kontrolltätigkeiten. Die Innenreinigung (Dichtheitskontrolle von innen) des Tankes ist nur eine davon und ist seit der Gesetzesänderung im Jahre 1999 nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben.

Auf was ist bei der Entsorgung eines erdverlegten Heizöl-/Dieselöl-/Benzintanks zu achten?
Aus Sicherheitsgründen darf nur ein endgereinigter Tank entsorgt werden. Es muss ein Revisionsrapport eines vom Amt für Umweltschutz bewilligten Unternehmens vorliegen. Im Zweifelsfall ist das Amt für Umweltschutz umgehend zu kontaktieren.

ERDSONDEN

Wo ist der Einsatz von Erdsonden möglich?
Die Eignungskarte gibt Auskunft über die bewilligungsfähigen Standorte. Die Karte finden Sie hier.

Ist eine Erdsondenanlage bewilligungspflichtig?
Die Erstellung und der Betrieb einer Erdsondenanlage ist bewilligungspflichtig. Alle dazu benötigten Unterlagen können beim Amt angefordert werden. (E-Mail)

Bis zu welcher Tiefe können Erdsondenbohrungen erstellt werden?
Die Eignungskarte geht von einer maximalen Tiefe für Erdwärmesonden bis 150 m aus. Für tiefer reichende Bohrungen sind in jedem Fall vorgängig weitere hydrogeologische Abklärungen notwendig.

Was passiert auf der Trennlinie zwischen zulässigem und nicht zulässigem Bereich?
Die Trennlinie zwischen zulässigem und nicht zulässigem Bereich ist nicht parzellengenau und weist eine Unschärfe von rund 20 m auf beiden Seiten auf. In diesen Fällen sind die lokalen geologischen Verhältnisse vor Ort ausschlaggebend.

UVP

Wann muss ich eine UVP machen?
Eine UVP ist für bestimmte Projekte durchzuführen. Eine Liste der Projekte befindet sich im Anhang des UVP Gesetzes. Im Ausnahmefall kann eine UVP auch bei Projekten verlangt werden, die nicht im Anhang aufgeführt sind, aber durch die schwerwiegende Umweltauswirkungen zu erwarten sind.

Was muss ich bei einer UVP machen?
Derjenige, der ein Projekt verwirklichen will, muss einen Umweltverträglichkeitsbericht erstellen. Darin sind die zu erwartenden Umweltauswirkungen sowie die Massnahmen zur Verhinderung oder Reduktion derselben darzustellen.

Wie sieht das UVP Verfahren aus?
Der Verlauf des Verfahrens wird in Abschnitt B des UVP-Gesetzes beschrieben. Ebenfalls findet sich hier eine grafische Darstellung des Verfahrens.

Wie lange dauert eine UVP Verfahren?
Die Verfahrenslänge variiert mit der Grösse und Komplexität des Projektes. Einfache Projekte benötigen mindestens sechs Monate bis zur Entscheidung über die Umweltverträglichkeit. Bei grösseren Projekten mit umfangreichen Untersuchungen es durchaus zwei Jahre dauern.

Wann ist das UVP Verfahren abgeschlossen?
Das UVP Verfahren beinhaltet nach der Entscheidung über die Umweltverträglichkeit auch die Kontrolle der fertig gestellten Anlage sowie eine Nachkontrolle der Anlage ca. drei bis fünf Jahre nach der Fertigstellung vor. Erst nach dieser Nachkontrolle ist das Verfahren komplett abgeschlossen.

                         

 

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