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Die Abstützung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung Liechtensteins auf Verwaltungsdaten, die unter anderem im Zuge der Steuerveranlagung anfallen, hat zur Folge, dass die Ergebnisse erst nach dreiundzwanzig Monaten nach Abschluss des Berichtsjahres vorliegen. Eine erste BIP-Schätzung wird bereits dreizehn Monate nach Abschluss der Berichtsjahres publiziert.
Schätzrechnung Bruttoinlandsprodukt 2008
Das BIP sinkt im Jahr 2008 um 3.4% Die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise wirkte sich bereits im 2008 deutlich auf die Produktionsseite der liechtensteinischen Volkswirtschaft aus. Für das Jahr 2008 beläuft sich das Bruttoinlandsprodukt auf rund CHF 5.3 Mrd. Im Vorjahr waren es CHF 5.5 Mrd. gewesen. Trotz des Rückgangs von -3.4% zu laufenden Preisen liegt das BIP immer noch weit über dem Niveau 2006 von CHF 5.0 Mrd. In den Jahren 2006 und 2007 wurden noch kräftige BIP-Zuwächse von jeweils 10.1% beobachtet. Letztmals schrumpfte die Liechtensteiner Volkswirtschaft in den Jahren 2002 und 2003. Damals betrugen die Rückgänge zu laufenden Preisen -0.3% und -1.3%.
Das BIP als Mass der Produktionsleistung Das BIP misst die Produktionsleistung und stellt einen wichtigen Indikator für die Wirtschaftsentwicklung dar. Die Hälfte der in Liechtenstein beschäftigten Personen wohnen im Ausland. Diese Zupendler tragen wesentlich zur Produktion der liechtensteinischen Volkswirtschaft und damit zum BIP bei. Andererseits fliesst der Grossteil der in Liechtenstein produzierten Waren und Dienstleistungen ins Ausland. Dadurch besteht für die liechtensteinische Volkswirtschaft nachfrageseitig eine hohe Auslandsabhängigkeit.
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung 2007
Das starke BIP-Wachstum des Vorjahres setzte sich 2007 fort: +10.1% Für das Jahr 2007 beläuft sich das Bruttoinlandsprodukt auf CHF 5.5 Mrd. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) misst die Produktionsleistung und stellt einen wichtigen Indikator für die Wirtschaftsentwicklung dar. Die Hälfte der in Liechtenstein beschäftigten Personen wohnen im Ausland. Diese Zupendler tragen wesentlich zur Produktion der liechtensteinischen Volkswirtschaft und damit zum BIP bei.
Starke Wertschöpfungszunahme bei den Finanzdienstleistungen Eine sehr kräftige Wertschöpfungssteigerung wurde im Jahr 2007 im Wirtschaftsbereich Finanzdienstleistungen festgestellt. Der volumenmässig zweitgrösste Wirtschaftsbereich steigerte seine Wertschöpfung um 19.8%. Die Banken und die anderen Finanzdienstleister profitieren bereits im vierten Jahr vom Boom an den Finanzmärkten. Die Auswirkungen der im Sommer 2007 in den USA aufgetretene Subprime-Krise waren in Liechtenstein noch nicht spürbar. Der grösste Wirtschaftsbereich Industrie und warenproduzierendes Gewerbe steigerte die Wertschöpfung um 8.9%. Dieser exportabhängige Bereich profitierte von der anhaltend starken Nachfrage nach Industriegütern aus Liechtenstein. Auch die anderen beiden Bereiche, Allgemeine Dienstleistungen sowie Landwirtschaft und Haushalte, konnten ihre Wertschöpfung mit einem Plus von 5.5% respektive von 1.5% erhöhen.
Bruttonationaleinkommen erreicht fast die 5 Mrd.-Marke Das Bruttonationaleinkommen wuchs im Jahr 2007 mit einem Plus von 12.5% gegenüber dem Vorjahr zum dritten Mal in Folge kräftig und erreichte ein Volumen von CHF 4.9 Mrd. Das Bruttonationaleinkommen (BNE) ist ein Indikator für die Einkommensentwicklung einer Volkswirtschaft und umfasst neben den Einkommen der Bevölkerung auch jene der Unternehmen und des Staates. Seit 2005 stiegen insbesondere die Betriebsüberschüsse der Unternehmen und die Vermögenseinkommen der privaten Haushalte kräftig.

Publikation
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung 2007 (291 kb) (Die nächste Ausgabe erscheint Anfang Dezember 2010)
Schätzrechnung Bruttoinlandsprodukt 2008 (214 kb) (Die nächste Ausgabe erscheint Anfang Februar 2011)
VGR 2007 Tabellen (348 kb)  VGR 2007 Grafiken (1'264 kb) 
Zusammenfassung englisch/ summary in english (91 kb) 
frühere Publikationen
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