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Die Abstützung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung Liechtensteins auf Verwaltungsdaten, die unter anderem im Zuge der Steuerveranlagung anfallen, hat zur Folge, dass die Ergebnisse erst nach dreiundzwanzig Monaten nach Abschluss des Berichtsjahres vorliegen. Eine erste BIP-Schätzung wird bereits dreizehn Monate nach Abschluss der Berichtsjahres publiziert.
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung 2009

Einbruch des Bruttoinlandsprodukts um über 10% Im Jahr 2009 hinterliess die weltweite Wirtschaftskrise auch deutliche Spuren in der Liechtensteiner Volkswirtschaft. Im Berichtsjahr verzeichnete die Liechtensteiner Wirtschaft einen Rückgang um 10.9% des Bruttoinlandsproduktes. Das Bruttoinlandsprodukt fiel unter die Fünf-Milliarden-Marke auf CHF 4.9 Mrd. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) misst die Produktionsleistung eines Landes. Wesentlich zur Produktion der liechtensteinischen Volkswirtschaft tragen auch die Zupendler aus dem Ausland bei. Rund die Hälfte der Liechtensteiner Arbeitskräfte wohnt im Ausland.
Massive Wertschöpfungseinbussen bei Industrie und Finanzdienstleistern Der volumenmässig grösste Wirtschaftsbereich Industrie und warenproduzierendes Gewerbe verzeichnete 2009 eine Wertschöpfungseinbusse von 11.0%. Dieser exportabhängige Bereich litt stark unter der globalen Rezession. Das führte in Liechtenstein zum Anstieg der Kurzarbeit und zum Abbau von Leiharbeitskräften. Der Wirtschaftsbereich Finanzdienstleistungen bekam die im Herbst 2008 ausgebrochene globale Finanzkrise wertschöpfungsmässig erstmals 2009 richtig zu spüren und büsste gegenüber dem Vorjahr 29.3% seiner Wertschöpfung ein. Der Finanzdienstleistungsbereich hatte in den fünf Jahren davor noch starke Zuwächse verzeichnet. Im Krisenjahr weiterhin zulegen konnten die Bereiche der Allgemeinen Dienstleistungen sowie der Landwirtschaft und Haushalte mit Wachstumsraten von 1.6% bzw. 4.1%.
Starker Rückgang des Bruttonationaleinkommens um 15% Erstmals seit 2003 schrumpfte das Bruttonationaleinkommen deutlich. Für das Bruttonationaleinkommen 2009 wurde ein Rückgang um 14.9% auf CHF 4.2 Mrd. gemessen. Das ungünstige Wirtschaftsumfeld führte vor allem zu tieferen Unternehmens- und Vermögenseinkommen. Das Bruttonationaleinkommen (BNE) stellt die wichtigste Einkommensgrösse der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung Liechtensteins dar. Es umfasst die Einkommen der Unternehmen, des Staates und der Einwohner aus Arbeit und Vermögen.
0.2 Promille des Bruttonationaleinkommens von Europa Vergleicht man das liechtensteinische Bruttonationaleinkommen mit dem Bruttonationaleinkommen anderer europäischer Staaten, zeigt sich, wie klein die liechtensteinische Volkswirtschaft trotz der Entwicklung in den letzten Jahrzehnten ist. 2009 belief sich das BNE Liechtensteins auf KKS 2.1 Mrd. und das BNE aller EU- und EFTA-Staaten auf KKS 12198 Mrd. Der Anteil Liechtensteins am gesamten BNE beträgt gerade einmal 0.2 Promille. Die BNE der Schweizer (KKS 273 Mrd.) und der Österreicher (KKS 243) waren weit über 100 Mal und das der Deutschen über 1000 Mal (KKS 2267 Mrd.) grösser als das liechtensteinische BNE. Volumenmässig verfügt Liechtenstein über das niedrigste Bruttonationaleinkommen aller EU- und EFTA-Staaten.
Publikationen
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung 2009 (1'099 kb) (Die nächste Ausgabe erscheint Ende November 2012)
Schätzrechnung Bruttoinlandsprodukt 2009 (839 kb) (Die nächste Ausgabe erscheint Anfang Februar 2012)
Zusammenfassung englisch/ summary in english (102 kb) 
frühere Publikationen
Tabellen und Grafiken
VGR 2009 Tabellen (351 kb)  VGR 2009 Grafiken (704 kb)
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