Zivilstandsstatistik 2010
Die Zivilstandsstatistik beinhaltet die natürlichen Bevölkerungsbewegungen (Geburten, Sterbefälle) und die Zivilstandsänderungen (Eheschliessungen, Ehescheidungen) der inländischen Bevölkerung. Die Datenbasis bilden die amtlichen Dokumente (Anzeigen, Meldungen) und die Eintragungen dieser standesamtlichen Ereignisse durch das Zivilstandesamt in die Datenbank „Zentrale Personenverwaltung“ der Liechtensteinischen Landesverwaltung.
Abnahme der Geburten und Zunahme der Sterbefälle Im Jahr 2010 wurden 329 Geburten und 238 Sterbefälle verzeichnet. Gegenüber dem Vorjahr waren es 77 Geburten weniger und 9 Sterbefälle mehr. Die Gemeinde Gamprin wies mit 16.9 Geburten pro tausend Einwohner die höchste Quote auf. In Planken hingegen wurden im Jahr 2010 keine Geburten verzeichnet.
In der Zivilstandsstatistik 2010 wurde die Klassifikation der Todesursachen an die revidierte Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angepasst (ICD-10).

Geburtenüberschuss auf Tiefststand Der Geburtenüberschuss (Geburten abzüglich Sterbefälle) betrug im Jahr 2010 91 Personen. Dies ist mit Abstand der tiefste Wert seit Beginn der Datenreihe im Jahr 1950. Im Vorjahr hatte der Geburtenüberschuss noch bei 177 Personen gelegen, in den Jahren 1960 und 1970 hatte der Geburtenüberschuss rund 260 Personen betragen.
Deutlicher Rückgang der Geburtenrate Die Geburtenrate reduzierte sich von 1.71 im Jahr 2009 auf 1.40 Geburten pro Frau im Jahr 2010. Die Zahl der Geburten war im Jahr 2009 allerdings aussergewöhnlich hoch gewesen, wenn man mit den Vorjahren vergleicht. Um ein Elternpaar in der nächsten Generation zu ersetzen, müsste die Geburtenrate 2.1 betragen.
Anstieg der Heiraten und Rückgang der Scheidungen Die Zahl der heiratenden Personen erhöhte sich im Jahr 2010 um 17.9% auf 356 Personen und die Zahl der scheidenden Personen reduzierte sich um 17.5% auf 170 Personen. Im Vorjahr war die Entwicklung gegenläufig gewesen. Damals war die Zahl der heiratenden Personen gesunken und die Zahl der scheidenden Personen gestiegen.
Scheidungsrate betrug 47% Die Scheidungsrate lag im Jahr 2010 mit 46.8% deutlich unter dem aussergewöhnlich hochen Vorjahreswert von 65.6%. Sie sank damit wieder auf das Niveau des Jahres 2008. Die Scheidungsrate definiert sich als das Verhältnis der Scheidungen zu den Heiraten im gleichen Jahr.
Publikationen
Zivilstandsstatistik 2010 (PDF, 104 Seiten, 806 kb) (Die nächste Ausgabe erscheint Mitte Dezember 2012)
frühere Publikationen
Tabellen und Grafiken Tabellen Zivilstandsstatistik 2010 (Excel, 566 kb)
Grafiken Zivilstandsstatistik 2010 (Excel, 21 kb)
Weitere Informationen
Zivilstandesamt
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